Mit diesem Urteil hat der Angeklagte wohl nicht gerechnet: Sieben Jahre muss ein 39-Jähriger ins Gefängnis, weil er am Linzer Bahnhof eine Frau mit einer Flasche angegriffen und schwer verletzt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Eine Kopfprellung, eine Hautabschürfung am rechten Ellbogen sowie multiple, teils tiefe Schnittwunden im Bereich der Ohrmuschel – so sah eine Frau (26) aus, nachdem ihr am 26. Juni ein Serbe (39) eine Likörglasflasche gegen die linke Gesichtshälfte geschlagen haben soll.
Der Angeklagte stand am Dienstag wegen absichtlich schwerer Körperverletzung in Linz vor Gericht. Er fasste sieben Jahre unbedingte Haft aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da weder der Serbe noch die Staatsanwaltschaft eine Erklärung abgaben.
Opfer war bei Streit unbeteiligt gewesen
Der Fall hatte im Sommer für große Aufregung und eine Debatte um die Sicherheit am Linzer Hauptbahnhof und ein Alkoholverbot gesorgt. Es hatte ursprünglich zur Mittagszeit einen Streit zwischen dem Serben und einem 41-Jährigen gegeben. Der Angeklagte soll dann der unbeteiligten 26-Jährigen mit der Glasflasche ins Gesicht geschlagen haben.
Das Opfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Verdächtige konnte wenige Minuten nach der Tat von der Polizei festgenommen werden.
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