Die Kärntner Freiheitlichen sehen sich nach der ersten Sichtung der Untersuchungsausschuss-Unterlagen bestätigt. So soll es bei den Verkäufen des Landesjugendheimes in Görtschach und des Feriendorfes am Ossiacher See teils kuriose vertragliche Änderungen.
Langsam kommt Fahrt in den eingesetzten Untersuchungsausschuss rund um den Verkauf von Landesvermögen. Und die Freiheitlichen orten schon vor der ersten Befragung, die heute mit Landesrechnungshofdirektor Günter Bauer startet, einen handfesten Skandal.
Immerhin habe es beim Verkauf des Landesjugendheimes in Görtschach den Willen der Kinderfreunde gegeben, mehr für die Liegenschaft zu bezahlen. „Im Gegenzug wollten sie aber einen Investitionszuschuss oder eine Erhöhung der Tagsätze“, erklärt Michael Reiner, FP-Landtagsabgeordneter und Mitglied des Untersuchungsausschusses.
Brutto gegen Netto getauscht
Auch beim Verkauf des Feriendorfes am Ossiacher See soll es laut der ersten Sichtung der Unterlagen Ungereimtheiten gegeben haben. „Zuerst wurde eine Verkaufssumme von 23 Millionen Euro brutto kolportiert; am Ende wurde daraus aber netto“, sagt der freiheitliche Landtagsabgeordnete Dietmar Rauter, der sich für die Freiheitlichen auf die Causa stürzt.
Für FP-Klubobmann Erwin Angerer ist die Sache auf jeden Fall klar, denn „wir gehen davon aus, dass hier ein Schaden entstanden ist. Und Landesvermögen darf kein Selbstbedienungsladen sein.“
Daher werden in den kommenden Monaten jeden Mittwoch nach und nach Auskunftspersonen in den U-Ausschuss geladen – von Beratern bis hin zu den politischen Entscheidungsträgern, die mit den Verkäufen beschäftigt waren.
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