Sportlich könnte es für Blau-Weiß Linz in der 2. Liga nicht besser laufen. Mit dem 6:0-Auswärtssieg beim schärfsten Rivalen First Vienna FC haben die Oberösterreicher ein starkes Ausrufezeichen Richtung sofortigen Wiederaufstieg in die ADMIRAL Bundesliga gesetzt. (Noch) keine Bundesligareife besitzen jedoch offenbar einige Blau-Weiß-Fans ...
Denn wie die „Krone“ aus Fankreisen erfuhr, sollen im Zweitliga-Hit zwischen Vienna und Blau-Weiß aus dem Linzer Gästesektor mit Urin gefüllte Bierbecher in Richtung Spielfeld geworfen worden sein.
Auch Ballkind getroffen?
Die Vienna bestätigte, dass dabei ein Nachwuchstrainer getroffen wurde, der am Samstagabend als Betreuer der Ballkinder im Einsatz war. Aufgrund der Umstände gehe man davon aus, dass es sich nicht um Bier gehandelt habe. Derzeit wird geprüft, ob auch eines der Ballkinder getroffen wurde. Bevor man eine Anzeige bei der Bundesliga einbringe, wolle der Klub aber den Hintergründen nachgehen und Falschanschuldigungen ausschließen.
Linzer wittern Rachefeldzug
Blau-Weiß wittert wiederum einen „Rachefeldzug auf KIndergartenniveau“ für eine Nachfrage bei der Liga ihrerseits aufgrund einer vermeintlichen Tätlichkeit an BW-Spieler Alem Pasic in der 76. Minute. Diese sahen die Referees nämlich nicht. VAR gibt’s keinen, vierten „Ref“ auch nicht. „Ich habe mich erkundigt, wie man vorgehen muss. Die Bundesliga hat dann ihrerseits Untersuchungen eingeleitet. Auch weil die Aktion auf TV-Bildern nicht klar zu sehen ist, gab’s keine Konsequenzen“, so BW-Geschäftsführer Christoph Peschek. Und er fügt hinzu: „Ich bin selten sprachlos, aber in diesem Fall bin ich es. Das Thema der Tätlichkeit – was übrigens nur eine informelle Anfrage, keine Anzeige war – hat die Vienna offenbar dermaßen aufgebracht, dass man aus Rachegefühlen heraus solche Schritte setzt.“
Es gibt keine Rivalität unter den Klubs, nach dem 6:0 zudem null Frust. Warum sollte jemand so etwas Abscheuliches tun?

Christoph Peschek, Geschäftsführer von Blau-Weiß Linz
Bild: GEPA
Was er zur „Becher-Causa“ zu sagen hat? „Würde jemand so etwas tun, wäre er nicht ganz dicht, würde ich mich entschuldigen, den Beworfenen zum Retourspiel einladen. Doch es wurde uns im Rahmen des Spiels nichts zugetragen.“ BW-Sicherheitschef Helmut Mitter ergänzt: „Auch bei der Sicherheitsnachbesprechung war’s kein Thema.“
Peschek abschließend: „Es gibt keine Rivalität unter den Klubs, nach dem 6:0 zudem null Frust. Warum sollte jemand so etwas Abscheuliches tun?“
Zwischen Wien-Döbling und Linz fliegen jedenfalls mittlerweile eklige Giftpfeile. Das Verhältnis zwischen den Titelrivalen ist angepatzt ...
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