Orgelfest

Der himmlische Gesang von zwei Königinnen

Kärnten
04.11.2026 16:00

40 Jahre Domorgel und 10 Jahre Marienorgel wollen konzertant gefeiert werden: Mit einem extravaganten Fest im Klagenfurter Dom, wo drei Organisten wie Dirigenten, vier Komponisten, Orchester und Solisten der  Königinnen der Instrumente virtuos huldigen.

Dahinter steht (in Zusammenarbeit mit Orgelland Carinthia, Dompfarre und Dommusik) als berufener Initiator einmal mehr Domorganist Klaus Kuchling, der nicht nur als Organisator alle Register zieht, sondern auch konzertant: „Orgel, Orchester und dann noch vier Konzerte an einem Abend, dazu drei Organisten wie Komponisten, die sich beim Dirigieren und solistisch Spielen abwechseln – das hat es meines Wissens in Österreich noch nie gegeben“, jubelt Kuchling in hörbarer Vorfreude auf die „Extravaganzen für Orgel und Orchester“, die in das Orgelfest eingebettet sind, das noch bis Ende November läuft.

Domorganist und Initiator Klaus Kuchling.
Domorganist und Initiator Klaus Kuchling.(Bild: Stefan Schweiger)

Musikalische Sternstunde
Zum runden Geburtstag der beiden Orgeln in der Domkirche verspricht er nicht von ungefähr eine musikalische Sternstunde: „Wenn einflussreiche Mäzene in Kultur investieren, wird Geld zu Musik und es entstehen Auftragswerke, für deren Aufführung weder Kosten noch Mühen gescheut werden und die Türen stehen offen, auch für eigens komponierte Konzerte für Orgel und Orchester. Die Komponisten Francis Poulenc (1899 – 1963) und Howard Hanson (1896 – 1981) profitierten vom Kunstsinn reicher Mäzene und ließen sich zu reizvollen Orgel-Orchester-Werken anregen“, so Kuchling, der gemeinsam mit Peter Planyavsky und Elmo Cosentini in Orgeltasten greifen wird, um die beiden Königinnen zum Singen und Klingen zu bringen.

Mit Harfe, Pauken und Hörnern
Dass Hanson „den weichen Klang des Streichorchesters durch Harfe und Pauken erweiterte, zwei Klangfarben, denen die Orgel kein entsprechendes Register entgegensetzen kann, und der italienische Komponist Marco Enrico Bossi (1861 – 1925) gleich vier Hörner für einen virtuosen Orchestersatz einsetzte“, kann man am 5. November (19 – 20.30 Uhr) im Dom erhören. Neben den erwähnten Komponisten darf man sich auch auf Planyavskys „Kremser Konzert“ von 1986 freuen, das Triumvirat der Orgelvirtuosen wird von Collegium Carinthia, Solo-Harfenistin Hannah Haslinger und Günther Steurer (Pauken) umspielt.

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