Simon Ehammer kann sich nicht teilen. Darum konzentriert sich der Schweizer Weltklasse-Athlet mit rot-weiß-roten Wurzeln für Olympia 2028 auf den Weitsprung – Zehnkämpfe lässt der Appenzeller bis Los Angeles aus, auch beim Mösle-Meeting wird er fehlen.
Simon Ehammer musste eine sehr schwierige Entscheidung treffen. Der Schweizer Spitzenathlet, der im Ländle durch seine imposanten Auftritte beim Mösle-Meeting in Götzis bestens bekannt ist und sowohl im Zehnkampf als auch im Weitsprung zur Welt-Elite gehört, kann aufgrund des Zeitplans bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles (USA) nicht an beiden Bewerben teilnehmen können. Und musste nun schweren Herzens den Dekathlon außen vor lassen.
In beiden Bewerben top
„So schwer uns diese Entscheidung auch gefallen ist, mussten wir uns eine einfache Frage stellen: Wo habe ich die besten Chancen, mein großes Ziel zu erreichen – olympisches Gold zu gewinnen?“, schreibt Ehammer auf Social Media, „nach sorgfältiger Abwägung aller Aspekte haben wir entschieden, dass mein voller Fokus auf dem Weitsprung liegen wird“, fuhr er fort. Der Appenzeller, dessen Papa aus Tirol stammt, gehört in beiden Wettbewerben zur Weltklasse. Im Weitsprung wurde er bei der WM 2022 in Eugene Dritter und gewann im Sommer Silber bei der EM in Birmingham. Im Zehnkampf holte Ehammer Silber bei der EM 2022, hält außerdem den Hallen-Weltrekord im Siebenkampf.
In Götzis fehlt er
Die Entscheidung sei allerdings nicht unbedingt mit dem Ende seiner Zehnkampfkarriere gleichzusetzen. „Was es bedeutet, ist, dass ich bis zu den Olympischen Spielen 2028 an keinem Mehrkampf teilnehmen werde. Wie es danach weitergeht, werden wir nach der Saison 2028 entscheiden.“ Was bedeutet, dass das Mösle-Meeting zumindest im nächsten Jahr auf einen seiner großen Helden verzichten muss.
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