Nach Ermittlungen

Millionengrab – ÖVP will Neustart für Grazer Messe

Steiermark
03.11.2026 07:00

Nachdem die Staatsanwaltschaft wegen Untreue gegen den Chef ermittelt, fordert die Volkspartei einen Neustart der Grazer Messe. Sie kritisiert auch, dass noch immer kein Namenssponsor für das Stadion gefunden wurde.

Wie via „Krone“ bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen aktuelle und ehemalige Mitglieder der Führungsebene der Grazer Messe (MCG). Es geht um den Verdacht der Untreue – Messe-Chef Martin Ullrich hat die Anschuldigungen vehement bestritten. Auch die Stadtregierung in Form von Stadtrat Manfred Eber (KPÖ) machte ihm die Mauer und geht von einer raschen Klärung aus.

Anders sieht man’s bei der Volkspartei: „Diese Vorwürfe drohen das Unternehmen zu lähmen“, fordert Gemeinderat und Stadtpartei-Geschäftsführer Markus Huber eine Neuaufstellung der Messe-Führung. Zudem die MCG auch wirtschaftlich alles andere als gut dastehe: Selbst der Bundesrechnungshof monierte jüngst, dass der operative Cashflow bis 2030 auf minus 31 Millionen Euro ansteigen werde – zuletzt waren es „nur“ minus 11,35 Millionen. „Die Messe wird zum Millionengrab für die Grazer Bürger und die Koalition schaut einfach nur zu“, schüttelt Huber den Kopf.

Markus Huber von der Grazer Volkspartei.
Markus Huber von der Grazer Volkspartei.(Bild: ÖVP Graz)

Schaden wegen fehlendem Sponsor
Da in die Zuständigkeit der Messe auch das Liebenauer Stadion fällt, verweist er außerdem auf den seit Jahresbeginn fehlenden Namenssponsor für die Arena. „Hier geht der Schaden mittlerweile in die Hunderttausende. Vom Versagen in Sachen Stadionumbau ganz zu schweigen.“ Beim nächsten Gemeinderat wird die ÖVP deshalb einen Neustart für die Messe fordern.

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