Kein Stein auf dem anderen bleibt nach den jüngsten schockierenden Funden in Halloween-Süßigkeiten in mehreren Ländern – darunter auch in drei österreichischen Bundesländern. Das Bundeskriminalamt gründet nun gemeinsam mit Europol und deutschen Behörden eine eigene Ermittlungsgruppe, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Mittlerweile gibt es ein erstes junges Opfer in Österreich zu beklagen.
In mehreren Bundesländern waren nach der Gruselnacht Naschereien aufgetaucht, die mit Metallgegenständen, etwa Nägeln oder Büroklammern, präpariert worden waren. Am Montagabend bestätigte das Bundeskriminalamt entsprechende Fälle in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark.
Das Bundeskriminalamt rät Eltern und Erziehungsberechtigten dazu, die von Kindern gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr gründlich zu überprüfen. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, ob Verpackungen beschädigt sind oder sich Fremdkörper – wie etwa Metallteile – in den Naschereien befinden. Verdächtige Funde sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.
Fälle in drei Bundesländern
In Linz hatte ein 28-jähriger Vater in Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, Nägel gefunden – weshalb die Exekutive aktuell besonders vor dem Verzehr von Süßigkeiten warnt, die im Stadtteil Linz-Oed gesammelt wurden. Die Naschereien wurden offenbar händisch präpariert. Im Bezirk Vöcklabruck entging ein Mädchen nur knapp einer Verletzung. In einem Kaubonbon sowie einem Schokoriegel wurde jeweils eine Nadel entdeckt. Das Kind biss zwar von einer der Süßigkeiten ab, erwischte aber das Metallstück dabei nicht.
Weitere vier Fälle wurden in der Steiermark aus den Bezirken Weiz und Leibnitz gemeldet. Auch hier sprach die Polizei Warnungen vor dem Verzehr aus.
Verletztes Mädchen in Niederösterreich
Im niederösterreichischen Bezirk Amstetten ist das erste verletzte Kind in dieser Causa zu beklagen. Die Eine Zehnjährige wurde am Montag durch einen Biss in eine Minischokolade, in der eine Nadel versteckt war, leicht im Mund verletzt, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager am Dienstag. Es erging der Aufruf, keine gesammelten Süßigkeiten ohne vorherige Kontrolle zu essen.
Fälle auch in Deutschland
Anders in Deutschland: Dort wurde eine Neunjährige in Niedersachsen offenbar an der Zunge verletzt. Weitere Fälle wurden seitens der Polizei unter anderem in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz gemeldet.
Offen ist, ob die Taten durch Social Media oder ähnliche Fälle in Deutschland befeuert worden sein könnten.
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