Für ihr Engagement in der Astronomie-Vermittlung wurde jetzt die Salzburger Astronomin Julia Weratschnig ganz besonders geehrt. Sie hat – zumindest dem Namen nach – ihren eigenen Himmelskörper bekommen. Dieser wurde zwar schon 1971 entdeckt, war aber bisher nur als „1971UR“ bekannt.
„Ich war ganz überrascht und habe anfangs sogar an einen Scherz gedacht“, sagt Astronomin Julia Weratschnig im Gespräch mit der „Krone“. „Mich freut es sehr, dass mich Kollegen für einen eigenen Asteroiden nominiert haben.“
Und das ist alles andere als selbstverständlich. Erstmals vor der Teleskop-Linse hatte den Himmelskörper der tschechische Astronom Luboš Kohoutek 26. Oktober 1971 in Hamburg. Wie üblich, erhielt der Asteroid deshalb zuerst nur die Bezeichnung mit dem Entdeckungsjahr: „1971UR“. Nachdem der Entdecker keine Vorschläge für einen Namen gemacht hatte, wurde dieser nun von der Internationalen Astronomischen Union festgelegt.
Die Arbeitsgruppe „Small Bodies“ – also „kleine Körper“ – hat dafür auf den Namen der Salzburger Astronomin zurückgegriffen. Sie leitet unter anderem die VEGA-Sternwarte am Haunsberg, die zum Haus der Natur gehört. In der Wissensvermittlung rund um das All deckt die Wissenschafterin alle Level ab: von kindgerecht bis hin zu Diskussionen mit Uni-Experten.
Und genau das hat ihr nun die Nominierung und letztlich ihren „eigenen“ Asteroiden eingebracht: „Ich möchte ihn nun natürlich auch selbst mit eigenen Augen sehen. Mit unseren Teleskopen bei der Sternwarte sollte das möglich sein“, so Weratschnig. Einfach dürfte das allerdings nicht werden – handelt es sich dabei doch lediglich um einen winzigen Lichtpunkt am Himmel.
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