Anleger flüchten

Goldpreis auf Talfahrt – auch Silber bricht ein

Wirtschaft
30.10.2026 15:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Zeiten glänzender Gewinne sind vorerst vorbei. Gold und Silber geraten an den internationalen Märkten immer stärker unter Druck. Beide Edelmetalle sind am Freitag auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr gefallen. Dahinter steckt vor allem die wachsende Erwartung, dass die Europäische Zentralbank schon im Dezember die Zinsen erhöhen könnte.

Am Londoner Markt fiel der Goldpreis zum Wochenschluss zeitweise auf 3937 US-Dollar (3537 Euro) je Feinunze. Das entspricht rund 31,1 Gramm und ist der niedrigste Stand seit November 2025. Auch Silber setzte seine Talfahrt fort. Der Preis rutschte unter die Marke von 50 Dollar und erreichte mit 49,62 Dollar je Feinunze ebenfalls den tiefsten Wert seit fast einem Jahr.

Inflation schürt Zinssorgen
Auslöser des jüngsten Kursrutsches sind neue Inflationsdaten aus der Eurozone. Vor allem die hohen Preise für Kraftstoffe und Gas haben die Teuerung in mehreren großen Volkswirtschaften des Währungsraums wieder spürbar angeheizt.

An den Finanzmärkten wird deshalb mittlerweile überwiegend mit einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank im Dezember gerechnet.

Für Gold und Silber ist das eine schlechte Nachricht. Denn anders als etwa Staatsanleihen werfen die Edelmetalle selbst keine laufenden Zinsen ab. Steigen die Renditen anderer Anlageformen, werden Gold und Silber für Investoren tendenziell weniger attraktiv.

Auch Fed lässt Zinserhöhung offen
Zusätzlichen Druck gibt es aus den USA. Auch die dortige Notenbank Fed hat eine weitere Zinserhöhung im Dezember nicht ausgeschlossen. Die Inflation in den Vereinigten Staaten zieht ebenfalls an. Der von der Fed bevorzugte Preisindikator PCE stieg im September auf 3,6 Prozent. Damit liegt die Teuerung weiterhin deutlich über dem angestrebten Inflationsziel von zwei Prozent.

Ohnehin war der Oktober für Gold-Anleger bereits ein schwieriger Monat. Der Goldpreis verlor in diesem Zeitraum fast fünf Prozent. Sorgen vor erneuten Kämpfen im Nahen Osten halten zudem die Energiepreise auf hohem Niveau und verstärken damit die Inflationsängste an den Finanzmärkten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung