Richtig reagiert hat Dominik (10), als sein 83-jähriger Uropa Franz bei einem Absturz schwer verletzt wurde. Wie er es bei der Feuerwehr gelernt hatte, setzte der Bub mit seinem Großcousin (8) die Rettungskette in Gang.
„Wenn die beiden Buben nicht gewesen wären, gäbe es mich heute nicht mehr“ – davon ist Franz Tallauer überzeugt. Zu Recht ist der Urgroßvater stolz auf Dominik (10) und Artus (8). Bei einer Ferienwanderung mit den Kindern im heurigen Sommer in einem Wald bei Ferschnitz, Bezirk Amstetten, war der Pensionisten gestolpert und knapp 40 Meter über eine steile Böschung gestürzt.
„Puls ist schon schneller geworden“
Dominik handelte sofort so, wie er es bei der Kinderfeuerwehr in Waidhofen an der Ybbs gelernt hatte, und organisierte die Rettung seines Urgroßvaters. „Mein Puls ist schon schneller geworden, aber ich wusste ja, was zu tun ist“, erzählt der junge Lebensretter aus Opponitz. Er selbst kletterte die Böschung hinunter und kümmerte sich um den Schwerverletzten.
Unfallopfer erlitt mehrere Brüche
Artus, der aus Tirol zu Besuch war und ebenfalls von der Feuerwehr begeistert ist, hielt auf der nahen Straße ein Auto an, dessen Insassen die Rettung alarmierten. Einsatzkräfte bargen Franz Tallauer, der dann mit mehreren Brüchen und einer blutenden Kopfwunde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.
Lob für Lebensretter
Bei der Feuerwehr ließen jetzt Bezirkskommandant Rudolf Katzengruber und der Ferschnitzer Kommandant Martin Rab die beiden Buben hochleben: „Dominik und Artus haben alles goldrichtig gemacht.“ Katzengruber ist einmal mehr stolz auf den Feuerwehrnachwuchs in der Region. Vor einigen Jahren etwa wurde bereits ein Mitglied der Jugendfeuerwehr bei einem Brand in Pinnersdorf zum Lebensretter.
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