Trübe Sichtverhältnisse führten in Vorarlberg im Jahr 2025 zu 27 Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Hauptursachen sind laut ÖAMTC oft eine nicht angepasste Fahrweise sowie unzureichender Sicherheitsabstand.
Einer aktuellen Statistik des ÖAMTC zufolge, sorgte die herbstliche Nebelsuppe für 27 Verkehrsunfälle, bei denen jeweils zumindest eine Person verletzt wurde. Bundesweit schoss dieser Wert auf 730 Nebelunfälle mit Personenschaden hinauf – der Höchstwert der vergangenen 20 Jahre. Trauriger Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist übrigens Niederösterreich mit 219 Nebelunfällen.Vorarlberg liegt nach Tirol (26) am vorletzten Platz der Statistik.
Insgesamt kamen österreichweit 17 Menschen bei Crashs im Nebel ums Leben, ebenfalls ein trauriger Höchstwert. Besonders oft in derartige Unfälle verwickelt: die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen.
Zu schnell, zu knapp dran
Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor beim ÖAMTC, macht vor allem ein zu hohes Tempo sowie zu geringe Sicherheitsabstände verantwortlich. „Viele Autofahrerinnen und Autofahrer orientieren sich instinktiv am Rücklicht des vorausfahrenden Fahrzeugs. Das vermittelt eine trügerische Sicherheit und führt gerade auf Freilandstraßen und Autobahnen häufig zu einem viel zu geringen Abstand.“
Viele orientieren sich instinktiv am Rücklicht des Vordermanns. Das vermittelt eine trügerische Sicherheit und führt häufig zu einem viel zu geringen Abstand.

Roland Frisch, ÖAMTC Chefinstruktor
Bild: HOUDEK PHOTOGRAPIE
Um sicher ans Ziel zu kommen, rät der Experte deshalb, die Geschwindigkeit strikt an die Witterungsbedingungen anzupassen und ausreichend Abstand zum Vordermann zu lassen.
Zudem gilt: Lieber später und dafür sicher ankommen, als gar nicht. „Bei schlechter Sicht können jederzeit Situationen auftreten, die rasches und richtiges Handeln erfordern. Da bleibt oft keine Zeit, lange zu überlegen – die richtige Reaktion muss sitzen“, betont Frisch.
Richtige Beleuchtung
Auch der Einsatz der richtigen Scheinwerfer ist essenziell: Reines Tagfahrlicht reicht nicht aus, da hierbei die Heckbeleuchtung meist dunkel bleibt. Also: Abblendlicht an! Nebelscheinwerfer und -schlussleuchte sollten nur bei starker Sichteinschränkung brennen.
Fernlicht ist hingegen ein absolutes No-Go beitrüber Sicht: Das starke Licht reflektiert im Nebel und beeinträchtigt die Sicht so zusätzlich.
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