So manches Brauchtum schwappt aus anderen Kulturen nach Österreich, darunter auch das „Trick-or-treating“. Kostümierte Kinder gehen am 31. Oktober, dem Halloween-Tag, von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Sonst gibt es traditionell Streiche. Die Kärntner Polizei warnt nun vor Übermut, der mit echten Strafen enden könnte.
„Trick or Treat“ bzw. „Süßes oder Saures“ wird am 31. Oktober vor vielen Kärntner Türen gerufen. Der Brauch, der eigentlich aus US-Amerika stammt, ist auch bei uns mittlerweile beliebt. Bewohner werden mit den Worten um Süßigkeiten gebeten – wer das verweigert, dem wird ein Streich gespielt.
In amerikanischen Filmen sieht man dann gerne einmal Postkästen oder sogar ganze Häuser, die besprüht oder mit Klopapier „verziert“ werden.
„Was als harmloser Spaß gedacht ist, kann jedoch rasch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, warnt die Kärntner Polizei: „Das Beschmieren oder Bewerfen von Hausfassaden und Fahrzeugen, das Beschädigen von Briefkästen der Mülltonnen, das Werfen von Gegenständen gegen Fensterscheiben sowie Diebstähle und Bedrohungen sind keine harmlosen Streiche.“
Eier auf Hausfassaden oder Autos werfen
Das Werfen von Steinen gegen Fensterscheiben oder durch geöffnete Fenster
Das Hineinwerfen brennender Gegenstände in Briefkästen
Das Zerstören von Blumenbeeten
Das Umwerfen oder Auskippen von Mülltonnen
Das Bedrohen von Bewohnerinnen und Bewohnern, wenn diese keine Süßigkeiten oder Geld herausgeben
Das Bestehlen anderer Kinder und Jugendlicher
Lärmbelästigungen
Besonders in den Ballungszentren werden vermehrt Streifen in Uniform und in Zivilkleidung unterwegs sein. Auch Diensthundestaffeln sind in der Nacht eingeteilt. „Sachbeschädigungen, Diebstähle, gefährliche Drohungen und andere strafbare Handlungen werden zur Anzeige gebracht“, warnen die Beamten.
Die Polizei appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, bereits im Vorfeld mit ihren Kindern und Jugendlichen über die Grenzen erlaubter Streiche zu sprechen.
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