Sie riefen auf Social-Media-Plattformen zu Gewalt und Plünderungen in der Halloweennacht auf – nun hat die Polizei einen Fahndungserfolg verbuchen können. Den Beamten gelang es, insgesamt sechs Verdächtige auszuforschen. Es handelt sich um Jugendliche und junge Männer.
Jüngst hatten sich auf den Plattformen die Aufrufe zu Gewaltexzessen und Plünderungen in der Halloweennacht gemehrt, das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) nahm mit Unterstützung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) umgehend die Ermittlungen auf.
Diese sollten auch rasch von Erfolg gekrönt sein. Die Schlinge zog sich enger, die Gewaltaufrufe konnten schlussendlich sechs Tatverdächtigen zugeordnet werden.
„Es handelt sich bei diesen laut derzeitigem staatspolizeilichen Erkenntnis-stand um die Hauptverantwortlichen für die im Internet veröffentlichten Auf-rufe“, präzisierte Polizeisprecher Julia Schick.
Waffen und Datenträger sichergestellt
Freitagfrüh erfolgte dann ein koordinierter Zugriff in Wien und Niederösterreich, sechs Hausdurchsuchungen wurden dabei durchgeführt, vier Verdächtige im Alter zwischen 14 und 22 Jahren (ein Österreicher, ein Iraker, ein Nigerianer sowie ein Tschetschene) umgehend einvernommen.
Im Zuge der Durchsuchung der Räumlichkeiten wurden auch zwei Schreckschusswaffen, eine Softgun, Munition, eine Machete sowie mehrere Datenträger sichergestellt.
Während ein fünfter Verdächtige bereits wegen eines anderen Delikts seit wenigen Stunden im Gefängnis sitzt, wird nach einer sechsten Person noch gefahndet – sie ist der Polizei aber schon namentlich bekannt. Ob die vier Personen, die derzeit vernommen werden, im Anschluss in Anhaltung bleiben, ist unklar.
„Polizei wird konsequent einschreiten“
Die Botschaft seitens der Exekutive bleibt klar. Es werde konsequent eingeschritten, hatte Innenminister Gerhard Karner zuletzt betont. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren, wurde versichert. Szenen wie in Frankreich werde es nicht geben, wurde in den vergangenen Tagen wiederholt versprochen.
„Die Hintergründe zu den ausgeforschten Personen, insbesondere deren Motive für die geplanten Straftaten, sind Gegenstand intensiver staatspolizeilicher Nachforschungen. Eine Ideologisierung ist laut ersten Erkenntnissen nicht ersichtlich“, so Schick. Ermittelt wird derzeit wegen verbrecherischen Komplotts, Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen sowie Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen.
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