Sie hatte keine Chance zu fliehen: Als ein Zirkuszelt in Flammen aufging, musste Elefant „Leelavati“ angebunden ausharren. Brennende Trümmer stürzten auf ihren Körper, schwere Verbrennungen waren die Folge. Ein vermögender indischer Geschäftsmann sah nicht weg und wendete das Schicksal des Tiers zum Guten.
Es müssen schreckliche Schmerzen und Ängste gewesen sein, die der sanfte Dickhäuter ausstehen musste: Gefangen in den Flammen eines brennenden Zirkusgeländes, gab es für das junge Elefantenmädchen damals kein Entkommen. Als die Rettungskräfte eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Jammers. Die Elefantenkuh war am ganzen Körper schwerstens verbrannt, verängstigt und eigentlich dem Tode geweiht.
Eigene Sauerstoff-Kammer
Doch „Leelavatis“ Geschichte sollte hier nicht enden. Sie wurde in das indische Tierschutzzentrum „Vantara“ gebracht, wo ein Team aus Spezialisten um ihr Leben kämpfte. Für die Behandlung ihrer großflächigen Brandverletzungen kamen außergewöhnliche medizinische Methoden zum Einsatz: Sogar eine eigens angefertigte Sauerstoff-Druckkammer wurde für die tonnenschwere Patientin eingesetzt. Eine aufwendige Therapie, die auch in der Humanmedizin Anwendung findet.
Ihre Rettung ist nun eine von vielen bewegenden Begegnungen der TV-Doku „Sein Herz für Tiere“. Der Film nimmt die Zuschauer mit in eine faszinierende Welt, in der Elefanten schwimmen lernen, verletzte Wildtiere aufwendig behandelt werden und selbst die tägliche Fütterung Teil der medizinischen Therapie sein kann.
Dauer: rund 43 Minuten
Die Dokumentation gibt bewegende Einblicke in das indische Tierschutzzentrum „Vantara“ und erzählt unter anderem die Geschichte der geretteten Elefantendame „Leelavati“
Indisches Vorzeige-Projekt
Hinter „Vantara“ steht der Inder Anant Ambani. Auf seine Initiative hin wurde das Tierschutz-, Rehabilitations- und Artenschutzzentrum in Jamnagar im indischen Bundesstaat Gujarat gegründet. Spezialisierte Tierkliniken, wissenschaftliche Labore und Einrichtungen zur Rehabilitation von Wildtieren bilden die Grundlage für die Arbeit vor Ort. Das Ziel: Tiere medizinisch zu versorgen, ihre Genesung zu unterstützen und sich für den Schutz bedrohter Arten einzusetzen.
Tierschutz kennt keine Grenzen
Doch „Vantara“ will künftig weit über die Grenzen des eigenen Zentrums hinauswirken. Das internationale Engagement soll deutlich ausgebaut werden. Geplant ist, verstärkt Tierschutz- und Artenschutzprojekte direkt vor Ort zu unterstützen, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten. Dafür setzt „Vantara“ auf die Zusammenarbeit mit Regierungen und lokalen Partnern weltweit. Auch in Österreich und anderen europäischen Ländern sollen neue Projekte vorangetrieben werden. Denn Tierschutz ist eine globale Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann.
Es gibt viele Ideen, wie die Tierecke für Österreich oder darüber hinaus mit Tierfreund Ambani zusammenarbeiten könnte!

Maggie Entenfellner, „Krone“-Tierecke
Bild: Imre Antal
Kommt Engagement auch nach Österreich?
Maggie Entenfellner, Leiterin der „Krone Tierecke“, begrüßt das Engagement in Asien. „Es ist beeindruckend, wenn Menschen ihre Möglichkeiten und Ressourcen einsetzen, um Tieren in Not zu helfen. Das Engagement von ‘Vantara‘ verdient Anerkennung“, betont die Tierfreundin.
„Es gibt viele Ideen, wie die Tierecke für Österreich oder darüber hinaus mit Tierfreund Ambani zusammenarbeiten könnte. Ich habe bereits erste Gespräche, um Möglichkeiten auszuloten, gemeinsam mit ‘Vantara‘ weitere Tierschutzprojekte voranzutreiben“, ist Entenfellner zuversichtlich.
Das große Ganze
„Leelavatis“ Geschichte steht stellvertretend für unzählige Tiere, die auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Die Dokumentation zeigt, was möglich ist, wenn medizinische Expertise, Fürsorge und der Wille, etwas zu verändern, zusammenkommen – und macht deutlich, dass echter Tierschutz weit über das Schicksal eines einzelnen Tieres hinausgeht.
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