Unbekannte quälten eine Katze, erschossen sie und schraubten sie an ein Kreuz. Ein Werk von Satanisten? Eine perverse Grusel-Tat? Oder Nachahmer? „Sicher ist, dass man bei den Tätern oder dem Täter von Sadisten ausgehen muss“, urteilt der bekannte Psychiater Manfred Walzl.
Ein unfassbarer Fall von Tierquälerei in der Obersteiermark erschüttert das Land: Wie berichtet, war von Passanten in Admont eine auf ein behelfsmäßiges Kreuz geschraubte tote schwarze Katze gefunden worden. Laut Tierarzt dürfte diese noch bei lebendigem Leib gequält und dann erschossen worden sein.
Schwarze Katze, Kreuz – ist das das Werk von Satanisten? Eine perverse Grusel-Tat? Oder die Nachahmung des entsetzlichen „Schmotzer“-Falles (vier Männer hatten in Tirol einen Kater mit einer Schaufel getötet, das unter Gelächter gefilmt)? „Sicher ist, dass man bei den Tätern oder dem Täter von Sadisten ausgehen muss“, urteilt der bekannte Psychiater Manfred Walzl. „Und nicht ausschließen kann, dass so einer wieder zuschlägt.“
Man kann nicht ausschließen, dass so ein Täter wieder zuschlägt.

Manfred Walzl, Gerichtspsychiater
Bild: Christian Jauschowetz
Aber auch deswegen wäre es wichtig, so jemanden schnellstmöglich auszuforschen: „Mit Tierquälerei wird eine Hemmschwelle überschritten. Nicht wenige führen, das findet sich fundiert in psychiatrischer Literatur, in Folge zu Handlungen gegen Leib und Leben für Menschen. Solche Täter sind völlig empathielos.“
„Tierecke“ stellt 10.000 Euro Prämie
Vollkommen entsetzt zeigt sich auch Maggie Entenfellner, Leiterin der „Krone-Tierecke“, die umgehend 10.000 Euro als Belohnung für den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung des Täters, ausschrieb: „Ich bin fassungslos über diese Tat. Menschen, die ein Tier quälen, ist alles zuzutrauen. Auch deswegen ist es so wichtig, die oder den Täter so schnell wie möglich auszuforschen.“
Menschen, die ein Tier quälen, ist alles zuzutrauen.

Maggie Entenfellner, „Krone-Tierecke“
Bild: Reinhard Holl
Die Ermittlungen der Polizei führten bislang zu keinem Ergebnis, die „Krone“ möchte mit der Ergreiferprämie helfen, diesen schrecklichen Fall schnellstmöglich aufzuklären.
Und damit folgt auch der erneute Ruf an die lasche Justiz: Die Strafen bei Tierquälereien müssen endlich verschärft und auch härter durchgesetzt werden.
Hinweise zum Fall bitte an die Polizei Admont, Tel.: 059133/6341
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