Bei der Modernisierung von fünf Eisenbahnkreuzungen in Krumpendorf haben die ÖBB die ersten beiden Anlagen fertiggestellt. Die Bahnüberghänge bei der Schlossallee und der Kochstraße werden Montag für den Verkehr freigegeben. Für die Anrainer wird es lauter, denn neue Läutewerke wurden installiert.
Damit wird bei der Schlossallee und der Kochstraße die Sicherheit an den wichtigen Schnittstellen zwischen Schiene und Straße erhöht. Von den Maßnahmen profitieren Bahn-, Auto-, Rad- und Fußverkehr gleichermaßen. Die beiden Eisenbahnkreuzungen sind ab Montag, 7 Uhr, wieder für den Verkehr freigegeben. Eisenbahnkreuzungen zählen zu den sensibelsten Berührungspunkten von Bahn- und Straßenverkehr.
Zu den behördlich vorgeschriebenen Anlagen gehören auch zusätzliche Läutewerke. Sie kündigen das Schließen der Schranken akustisch an und machen allen Menschen rechtzeitig auf Gefahren aufmerksam. Ein Läutewerk muss gehört werden, um warnen zu können. Für die Anrainer wird es jedoch eine enorme Lärmbelastung.
Deutlich längere Schließzeiten durch Koralmbahn
Den ÖBB ist bewusst, dass das Signal für Menschen, die neben einer Eisenbahnkreuzung wohnen, unangenehm sein kann. Vergleichbar mit einer Kirchenglocke oder einer Sirene erfüllt das Geräusch jedoch eine wichtige Funktion: Es soll Menschen rechtzeitig vor dem Schließen der Schranken und einer herannahenden Zugfahrt warnen. Die Einstellung richtet sich nach den behördlichen Vorgaben und den örtlichen Umgebungsgeräuschen. Eine beliebige Reduktion der Lautstärke ist daher nicht möglich. Die Anlagen verfügen jedoch über eine Nachtabsenkung, durch die der Schallpegel während der Nachtstunden reduziert.
Kosten von 2,5 Millionen Euro werden geteilt
Nach der Fertigstellung der Anlagen bei der Schlossallee und der Kochstraße werden die Arbeiten an weiteren drei Eisenbahnkreuzungen fortgesetzt. Die Bad-Stich-Straße ist von kommenden Montag bis 13. November gesperrt. Die Hauptstraße/Strandweg beim Kropfitschbad und Walterskirchen/Flurweg sind von kommenden Montag bis 4. Dezember gesperrt.
Durch die Koralmbahn kommt es in Krumpendorf zu deutlich längeren Schließzeiten (durchschnittlich 9,3 Stunden pro Tag). Die Kosten von 2,5 Millionen Euro bei den modernisierten Eisenbahnkreuzungen werden zwischen ÖBB und Gemeinde geteilt. Was für Bürgermeister Gernot Bürger noch nicht fix ist. „Wir hoffen als Gemeinde billiger davonzukommen. Zudem schauen wir uns jetzt einmal bei der Schlossallee und der Kochstraße die erhöhte Lärmbelastung für Anrainer an.“
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