Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind laut russischen Behörden im Gebiet Woronesch mindestens drei Menschen getötet worden. Auch sei ein Zug getroffen worden.
Insgesamt gebe es 39 Verletzte, die meisten in dem Zug, teilte Gouverneur Alexander Gussew mit. In Woronesch selbst und in der Region seien 113 Drohnen abgeschossen worden. Russland kündigte indes an, trotz geplanter Gespräche unter US-Vermittlung die Angriffe auf die Ukraine fortzusetzen.
Der Zug sei in einem Vorort von Woronesch unterwegs gewesen, als Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne auf ihn gefallen seien, sagte Gussew. Beschädigt worden sei ein Waggon des Zugs Nummer 11 auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau, teilte die russische Eisenbahngesellschaft RZD mit.
Wegen der Angriffe sei der Zugverkehr in der Region vorübergehend eingestellt worden. Russische Medien berichteten, in dem Zug seien Fußballer des Vereins Lokomotive Moskau gewesen, die von einem Auswärtsspiel zurückkehrten. Diese seien unverletzt geblieben und würden mit einem Bus nach Hause gebracht.
Feuer in Geschäftszentrum
Nach Darstellung von Gouverneur Gussew geriet bei den Angriffen in Woronesch auch ein Geschäftszentrum in Brand. Schäden gebe es unter anderem auch an Industrieanlagen, einem Wohnhaus und einer Schulsport-Anlage. Fast in allen Teilen der Stadt gebe es Schäden an Fassaden und Fenstern. Aus der Ukraine gab es zunächst keine Angaben zu dem Angriff.
Diese Bilder erreichen uns aus Woronesch:
Russland: Drohnenangriff auf Moskauer Luftabwehr vereitelt
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat unterdessen nach eigenen Angaben einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein wichtiges Element der Moskauer Luftabwehr und eine Stromanlage vereitelt. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, teilte der FSB am Montag mit. Die Männer stammten aus der Region Südkaukasus und hätten im Auftrag des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU gehandelt. Sie sollen sogenannte FPV-Drohnen (First Person View) und Sprengstoff beschafft und in die Region Moskau gebracht haben. Die Drohnen hätten von der Ukraine aus ferngesteuert werden sollen. FPV-Drohnen sind per Videobrille gesteuerte Drohnen, die im Ukraine-Krieg häufig als bewaffnete Kamikaze-Drohnen verwendet werden.
Einer der Männer sei von einem SBU-Mitarbeiter gegen das Versprechen einer Geldzahlung angeworben worden, erklärte der FSB weiter. Er habe daraufhin einen Bekannten aus seinem Umfeld für das Vorhaben gewonnen. Die Festnahme sei erfolgt, als die Verdächtigen den Anschlag vorbereiteten. Eine Stellungnahme des SBU oder der ukrainischen Regierung lag zunächst nicht vor. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt verstärkt. Russland hat seinerseits die Attacken auf die ukrainische Energieversorgung und andere Infrastrukturziele intensiviert.
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