Bei einem Drohnenangriff auf die Region Moskau sind laut russischen Behörden zwei Menschen getötet worden: einer davon ein 20-Jähriger in einem Dorf am Rand der Hauptstadt.
Es sei der zweitschwerste Angriff auf Moskau und Umgebung in den letzten zwei Jahren gewesen. Laut der Agentur TASS wurde Moskau über Nacht mit 650 Drohnen attackiert.
Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Es gebe neun Verletzte, sagte Regionalgouverneur Andrej Worobjow am Dienstag.
Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Angriffe auf zivile und industrielle Ziele verstärkt, darunter Energie-, Transport- und Hafeninfrastruktur sowie Schiffe im Schwarzen Meer. Der Kreml kündigte an, die Angriffe auf Infrastruktur auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit dem Herannahen des Winters zu intensivieren.
Jahrelanger Abwehrmodus
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Russland beschießt das Hinterland des Nachbarn systematisch und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.
Am Montag waren durch russische Fliegerbomben in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die Ermittlungsbehörden sprachen von 59 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses wurde weiter nach möglichen weiteren Opfern gesucht.
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