Vom rechnenden Pferd 1904 zur Künstlichen Intelligenz 2026. Eine spannende Wissenschaftsreportage mit Bezug zur Aktualität, die zum Denken anregt.
Berlin 1904. Im Hinterhof von Lehrer Wilhelm von Osten haust Pferd Hans, das zweite Tier dieses Namens – und von Ostens letzter Schüler. Denn er arbeitet mit Pferden, um zu beweisen, dass sie rechnen, denken, lernen können. Tatsächlich löst der kluge Hans schwierige Aufgaben und wird zur großen Sensation seiner Zeit – bis das Geheimnis um seine mathematischen Fähigkeiten entdeckt wird. Was der Superhengst von einst mit der KI von heute zu tun hat? Beide eint, schreibt Reto Schneider in „Das Pferd, das zu viel wusste“, der Wunsch des Menschen, zu verstehen, was in ihrem Inneren vorgeht und wie der Lösungsweg lautet. Spannende Wissenschaftsreportage!
Historische Geheimnisse
Auch das neue Buch vom Autorenduo Birgit Kofler-Bettschart und Roland Bettschart beschäftigt sich mit historischen Geheimnissen: „Von Miramare nach Mexiko“ zeichnet das ungewöhnliche Leben des einstigen Glamour-Habsburger-Paares Charlotte und Maximilian nach – Intrigen, Psychodrama, Mord inklusive.
Apropos Mord: Miss Brooks ist wieder unterwegs – diesmal entdeckt die Austro-Britin bei einer „50 plus“-TV-Trash-Show, dass Friseurin Kim nicht mit der Schere Selbstmord begangen hat. Denn wer stirbt freiwillig mit nur einer geschminkten Braue? Also muss Miss Brooks ermitteln – und stößt in Untiefen von #metoo und Missbrauch vor. Krimi-Queen Martina Parker zeigt in „Miss Verständnis“ erneut, wie Austro-Crime geht: schlau, schlagfertig, schlawi(e)nerisch.
Im Titel ähnlich, im Inhalt ganz anders: „Mis(s)understood“ von Nina Niedereder ist die kritische Auseinandersetzung einer Betroffenen mit der vermeintlichen Modediagnose Autismus, Ansprüchen, Erwartungen und der Hoffnung, dass in der Gesellschaft endlich Platz für alle ist.
Kinderbuch-Empfehlungen
Und was gibt es für Kinder? Da haben wir drei aktuelle Tipps: „Frieden ist unsere Superkraft“ von Omar Alanam und Amir Roumie, die von Konflikten im Kleinen wie im Großen erzählen und wie man sie lösen kann – ein tolles Buch, das zeigt, dass in jedem ein Held steckt. Top auch „Warum ist der Kakao so grau?“, in dem Jutta Treiber – gerade erst mit dem Staatspreis ausgezeichnet – ebenfalls aufzeigt, wie überfordert kleine Kinder durch die vielen Krisen heute sind und dass es immer eine Oma braucht, die alles wieder bunter macht! Weniger tiefsinnig, dafür unterhaltsam für Leser ab 9: Thomas Brezinas neuer interaktiver Streich „Tritt ein, die Zeit läuft ab!“
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