Wie lange wird man Lewis Hamilton noch in der Formel 1 sehen? Wenn es nach dem Ferrari-Piloten geht, durchaus noch länger. Denn ein spezielles Rennen, das Anfang der 2030er-Jahre im Kalender stehen soll, will der Routinier noch unbedingt in Angriff nehmen. Dafür möchte der Brite jetzt kämpfen ...
Es ist die Anfang der 2030er-Jahre angekündigten Rückkehr der Formel 1 nach Afrika, auf einer neu zu errichtenden Strecke in Ruanda, die Hamilton zum Ausdehnen seiner erfolgreichen Karriere bewegt.
„Ich bin nun gezwungen, noch etwas länger zu bleiben, da wir ein Rennen in Afrika haben – und es war schon immer mein Traum, in Afrika zu fahren“, sagte Hamilton. „Also muss ich weiterkämpfen, um fit zu bleiben. Wenn ich in den nächsten Jahren weiterhin gute Ergebnisse erzielen kann, werden wir weitermachen.“ Der Brite war 2007 als erster Schwarzer als Pilot in die Formel 1 eingestiegen. 2008 holte er seinen ersten von mittlerweile sieben WM-Titeln.
„Kontinent verdient Grand Prix“
Der Rekordchampion bemüht sich seit langem um eine Rückkehr der Königsklasse nach Afrika, das zuletzt 1993 in Kyalami in Südafrika einen Grand Prix erlebt hat. Er habe unzählige Telefonate geführt und auch Treffen gehabt, berichtete Hamilton. „Ich setze mich schon seit vielen Jahren für ein Rennen dort ein. Dieser Kontinent verdient einen Grand Prix.“
Es gehe um mehr als nur ein Land. „Es geht um den Kontinent selbst, und es gibt so viele wunderschöne Länder darauf. Die Menschen sind so liebenswert. Die Kultur ist so reichhaltig, und ich halte es für wichtig, dass wir das der Welt zeigen können. Das können wir mit unserem Sport tun.“
Hamilton, der 2030 bereits 45 Jahre alt sein wird, betonte aber auch, dass nach Ruanda zu reisen nicht bedeute, „dass man die Dinge, die dort geschehen, außer Acht lässt“. Menschenrechtler bewerten die Lage in dem Land weiter sehr kritisch. Von willkürlichen Inhaftierungen ist die Rede. Regierungsgegner würden verfolgt, auch andere Menschen sehen sich demnach Misshandlungen ausgesetzt. Weltweit bekannt wurde Ruanda aber vor allem durch eine Tragödie 1994: Während des Völkermords radikaler Angehöriger der Volksgruppe der Hutu an den Tutsi und gemäßigten Hutu wurden innerhalb von 100 Tagen rund 800.000 Menschen ermordet.
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