Derzeit noch unbekannte Vandalen haben auf der Burguine Gösting gewütet, vor allem die Kapelle wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Ruf, dass die Stadt das Denkmal kaufen soll, wird einmal mehr laut.
Die Diskussionen rund um die Ruine Gösting wollen kein Ende nehmen. Eine Weile stand sogar im Raum, dass die Stadt den ehrwürdigen Bau kaufen würde, der Preis war dann aber doch zu hoch. Die Burg stand schließlich privat zum Verkauf – einige Besichtigungen und sogar Angebote soll es sogar schon gegeben haben. Bis jetzt dürfte sich aber nichts ergeben haben.
Einem, dem die Burg besonders am Herzen liegt und der sich vor allem für deren Kauf durch die Stadt einsetzt, ist Gemeinderat Alexis Pascuttini (NEOS). Aktuell ist er besonders bestürzt. Denn Vandalen haben Teile des Burgareals ins Visier genommen und ihm arg zugesetzt. Tore und Türen wurden aufgebrochen, auch jene zur unteren Burgkapelle. Mehrere Butzenscheiben wurden eingeschlagen, Wappen steirischer Burgen entwendet, Sessel und Tafel herumgeworfen.
Stadt soll Burgruine kaufen
„Ich bin erschüttert über diese Vandalismusakte. Ich kann nicht verstehen warum man die Burg mitsamt der wunderschönen Kapelle verwüstet. Ich habe umgehend nachdem mich Menschen aus Gösting über die Vorfälle informiert haben und ich Fotos von den Zerstörungen erhalten habe eine Sachverhaltsdarstellung an die Polizeidienststelle Wienerstraße übermittelt.“ Das wird auf „Krone“-Anfrage auch seitens der Landespolizeidirektion bestätigt.
Der kolportierte Kaufpreis von rund einer Million ist für die Stadt Graz machbar.
Gemeinderat Alexis Pascuttini (NEOS)
Pascuttini hat kurzerhand 1000 Euro für den Hinweis, der zur Ergreifung der Täter führt, ausgelobt. Und er möchte erneut an Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) herantreten und ihn vom Kauf des historischen Denkmals überzeugen: „Der kolportierte Kaufpreis von rund einer Million ist für die Stadt Graz machbar und darf dieses historische Denkmal nicht einfach weiterhin dem Zerfall und der Zerstörung überlassen werden!“
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