Die Burgruine Gösting im Norden der Murmetropole wurde der Stadt Graz neuerlich zum Kauf angeboten – doch der Preis ist nach wie vor zu hoch.
Seit mittlerweile knapp sechs Jahren ist die Ruine Gösting im Grazer Norden für die Öffentlichkeit gesperrt. Aus Sicherheitsgründen, weil eben der Zahn der Zeit unerbittlich an den historischen Gemäuern nagt. Mit Ende November des vergangenen Jahres endete der von der Stadt Graz aufgekündigte Pachtvertrag für das beliebte Ausflugsziel.
Ein Immobilienbüro unterbreitete der Stadt nun im Auftrag der Eigentümer und Erben von Hubert Auer ein neuerliches Angebot zum Kauf der Burg. Allerdings betrifft dieses nur die Ruine selbst und einen Teil des insgesamt 180 Hektar großen Forstbesitzes.
Im vergangenen Spätsommer wurde der einstige Sitz der Grafen von Attems schon einmal zum Verkauf angeboten – damals für stolze 6,4 Millionen Euro. Das aktuelle Angebot, das Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) jetzt am Tisch hat, liegt deutlich darunter.
„Allerdings zeigt die Bewertung der städtischen Immobilienabteilung, dass der objektiv ermittelte Wert klar unter der aktuellen Preisvorstellung liegt“, hält man im Büro von Finanzstadtrat Manfred Eber (ebenfalls KPÖ) fest.
Folgekosten enorm
Die Ruine verfüge demnach über einen geringen Substanzwert, die umliegenden Waldflächen sind nur eingeschränkt nutzbar – vor allem sind es die hohen Folgekosten, welche die Stadt, neben den klammen Kassen, von einem Kauf abhalten.
„Mir ist bewusst, dass die Burgruine Gösting einen hohen emotionalen Wert hat. Aus Verantwortung gegenüber dem Budget halte ich aber nur einen deutlich niedrigeren Kaufpreis für vertretbar“, betont Eber.
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