Auf Post warten Bewohner von St. Pölten oft vergeblich. Findet dann doch einmal ein Zusteller den Weg in die Siedlung, quillt der Briefkasten über. Der Ärger bei den Empfängern ist groß. Und die Erklärungen der Post vermögen das kaum zu ändern ...
Die Post bringt ja angeblich allen was. In den schmucken Wohnsiedlungen am Kupferbrunnberg in St. Pölten ist das allerdings immer seltener der Fall. „Die Zustellung hat sich sukzessive verschlechtert“, berichtet ein Anrainer. Statt täglich habe man zuerst oft nur dienstags und donnerstags Post im Briefkasten gefunden. „Dann wurde meist nur noch einmal pro Woche zugestellt“, klagt der St. Pöltner. Mittlerweile sei man bei 14-tägiger Zustellung angelangt.
Weniger Briefe
Der Grund? „Wir haben keine Leute’“, erfuhr der verärgerte Kunde bei Nachfrage auf dem Postamt. In abgeschwächter Form wird das auch in der Konzernzentrale bestätigt. Aber: „Vor kurzem haben zehn neue Zusteller in St. Pölten begonnen“, erklärt ein Post-Sprecher. Er führt die seltenere Zustellung allerdings auch auf einen „dramatischen Rückgang der Briefsendungen“ zurück. Verglichen mit dem Höchststand 2008 gebe es heutzutage 60 Prozent weniger Briefe auszutragen.
Argument widerlegt
Dieses Argument lässt der Anrainer am Kupferbrunnberg nicht gelten: „Erst wird 14 Tage nichts zugestellt, und dann ist der Briefkasten übervoll.“ Zuletzt habe er gleich 27 Zusendungen auf einmal vorgefunden: „Darunter auch Einladungen, die natürlich längst passé waren.“ Sein Urteil ist glasklar: „Das ist einer Landeshauptstadt nicht würdig.“
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