Dass die Wechseljahre unter anderem Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen mit sich bringen können, ist bereits vielen Frauen bewusst. Doch welchen Zusammenhang es zwischen bestimmten Hormonen und dem Darm in dieser Lebensphase gibt, gilt noch oft als unbekannt.
Die Wechseljahre bringen für viele Frauen spürbare Veränderungen mit sich, die meist nicht angenehm sind. Hitzewallungen, Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und schlaflose Nächte beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Schätzungen zufolge erleben rund 80 Prozent der Frauen Beschwerden in dieser Phase.
Darmbakterien und Östrogene
Mit Beginn der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel. Gleichzeitig ändert sich die Zusammensetzung der Darmflora, die bakterielle Vielfalt nimmt ab. Das ist besonders interessant, weil bestimmte Darmbakterien am Östrogenstoffwechsel beteiligt sind. Sie unterstützen die Verarbeitung und Wiederverwertung von Östrogen.
Das weibliche Hormon Östrogen beeinflusst auch die Knochengesundheit, die Haut und das Herz-Kreislauf-System. Der sinkende Östrogenspiegel während der Wechseljahre kann langfristige Auswirkungen auf den Körper haben. Eine Hormonersatztherapie lindert Wechseljahresbeschwerden und wirkt dem Knochenabbau entgegen. Ob sie im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, dem Alter der Frau, der persönlichen Krankengeschichte und möglichen Risiken ab und sollte mit einem Arzt besprochen werden.
Gerät das mikrobielle Gleichgewicht im Darm aus der Balance, kann dies also mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen. Wie stark sich diese Wechselwirkung auf einzelne Wechseljahresbeschwerden auswirkt, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Dennoch zeigt sich: Darmgesundheit und Hormonhaushalt sind eng miteinander verbunden und verdienen gerade in dieser Phase besondere Aufmerksamkeit.
Was Frauen selbst tun können
Eine abwechslungs- und ballaststoffreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen versorgt nützliche Darmbakterien mit Nahrung. Fermentierte Lebensmittel wie Kefir ergänzen den Speiseplan ideal. Auch regelmäßige Bewegung und guter Schlaf unterstützen die Darmgesundheit.
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