Aufgrund weniger Einwohner wird der Wahlbezirk mit dem Pongau fusioniert. Schlagend wird die Änderung erstmals bei der Landtagswahl 2028. Auch bei der Briefwahl gibt es Änderungen.
Der anhaltende Wegzug aus dem Lungau hat jetzt auch politische Konsequenzen. Die Landesregierung plant eine Änderung der Wahlordnung, mit der der Bezirk seinen eigenen Wahlkreis verliert. Grund ist die Volkszählung aus dem Jahr 2021. Demnach hatte der Lungau damals nur mehr 20.169 Einwohner. Zehn Jahre zuvor waren es noch 20.502.
Da der Flachgau gleichzeitig besonders stark wuchs, wäre ein Landtagsmandat aus Salzburgs Süden in den Norden gewandert. Die Landespolitik verständigte sich aber darauf, das Mandat im Süden zu belassen. Dafür werden nun die Wahlbezirke Pongau und Lungau zum Wahlkreis Lungau/Pongau zusammengefasst.
Aufgrund der geänderten Bevölkerungszahl wäre im Lungau nur mehr ein Grundmandat zu vergeben gewesen. Das wäre aber mit einer in der Verfassung garantierten Verhältniswahl nicht mehr vereinbar. Deshalb muss der Lungau jetzt seinen eigenen Wahlkreis abgeben. Im Zuge der Änderung der Wahlordnung werden auch einige Bestimmungen im Zusammenhang mit der Briefwahl adaptiert.
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