Der Lückenschluss bei Tageszentren für die ältere Generation ist dringend notwendig: In Lofer wird gerade das „Haus der Generationen“ aufgestockt. Der Bau läuft. Bürgermeister Norbert Meindl zur Personalnot in der Pflege: „Der Beruf ist eigentlich sehr erfüllend!“
Wer zu Hause einen Angehörigen pflegt, ist enorm unter Druck. Es fehlt dann Zeit für kleine Erledigungen, für Urlaub sowieso. Tageszentren entlasten, doch Plätze sind teils schwer zu bekommen. In Lofer läuft gerade der Bau eines neuen Tageszentrums für das Saalachtal. Der dritte Stock im „Haus der Generationen“ wird aufgestockt. „Die Familien können so Tage freispielen und sind einmal im Kopf befreit“, spricht Ortschef Norbert Meindl von einer großen Aufwertung. Start ist mit zehn Plätzen. Im Herbst 2027 soll alles fertig sein.
Wir sind gut im Zeitplan. Der Rohbau soll noch vor dem Winter stehen. Für die Angehörigen ist es sicher eine große Entlastung.

Gerald Leitinger, Verwaltung „Haus der Generationen“
Bild: Kerstin Jönsson
Die Langzeitpflege ist ein sehr erfüllender Bereich, kalkulierbarer als im Akutbereich. Es ist aber trotzdem sehr schwierig, Personal zu bekommen.

Norbert Meindl, Ortschef in Lofer (ÖVP)
Bild: Kerstin Jönsson
Auch für Therapien und Beratungen ist dann mehr Platz da. Derzeit gibt es 70 Plätze im Seniorenheim Lofer und nur ein einziges Kurzzeitpflegebett für die Region. Es gibt in dem Haus auch noch drei „Community Nurses“ für das Saalachtal, die daheim beraten. Die Gemeinden halten es aufrecht.
Große Herausforderung in der Pflege: „Diass wir das Personal zusammenbringen“, so Meindl und er meint über Entscheidungskritierien am Land: „Die Landeskliniken, die besser bezahlen, sind bei uns weiter weg.“ Er regt an, dass Assistenz-Kräfte mehr Kompetenzen bekommen.
Insgesamt gibt es in Salzburg derzeit 33 Tageszentren, drei davon im Stadtgebiet. Ausgebaut wird das Angebot neben Lofer auch im Gasteintal. Landesrat Wolfgang Fürweger: „Dann bleiben mit dem Lammertal und der Wolfgangseeregion noch zwei Lücken.“
Meindl zur Pflegediskussion mit Hin und Her beim Pflegebonus und geplanten Änderungen im Rahmen der Pflegeplattform III beim Land: „Sie sollen die Pflege nicht krank reden, weil die Arbeit sehr erfüllend ist.“
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