Die eigenen vier Wände bleiben für immer mehr Salzburger ein Traum. Zwar hat die Landesregierung die Wohnbauförderung erneut verändert. Der einmalige Zuschuss hilft oft auch nur für jene, die bereits eine Mitgift bekommen.
Ob Eigentum oder Miete, der Salzburger Wohnungsmarkt lässt Wohnungssuchende zunehmend verzweifeln. Die „Krone“ berichtete mehrfach. Aktuelle Berechnungen der Arbeiterkammer (AK) zeigen, dass Eigentum in den meisten Fällen nur mehr für eine sehr kleine, privilegierte Gruppe infrage kommt.
Auch die Wohnbauförderung – von der Landesregierung für kommendes Jahr erneut überarbeitet – hilft nur mehr sehr begrenzt. „Für keine junge Familie, die nicht erbt, wird sich Eigentum noch ausgehen“, lautet der niederschmetternde Befund von Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder. Die AK-Wohnbau-Experten haben mehrere Rechenbeispiele aufgestellt, die die volle Misere aufzeigen.
Ein Beispiel ist etwa eine – bei aktuellen Marktpreisen sehr günstige – Vier-Zimmer-Wohnung in der Stadt Salzburg mit 100 Quadratmetern um 600.000 Euro. Bei einem derzeit schwer realisierbaren Zinssatz von 3,5 Prozent ergibt sich je nach Laufzeit eine Kreditrate von rund 2700 bis 3000 Euro monatlich.
Ohne eine Mitgift sind die Kreditraten erdrückend
Das derzeitige Durchschnitts-Monatseinkommen für einen Haushalt liegt bei knapp 4600 Euro. Auch bei längerer Laufzeit liegt die notwendige Rückzahlung also deutlich über der Hälfte des Haushaltseinkommens. Jedenfalls ist es aber wesentlich mehr als die oftmals angenommene zumutbare Wohnkreditkostenbelastung von 35 Prozent. Diese spielt für viele Banken eine Rolle, ob sie den Kredit überhaupt vergeben.
Oft heißt es also: keine Chance auf den Kredit, keine Chance auf Eigentum. Die Wohnbauförderung ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wie berichtet möchte die Landesregierung mit dem neuen Budget zwar an mehr Salzburger eine Förderung auszahlen. Dafür bekommt jeder Förderwerber weniger. Die Basisförderung wird künftig einmalig 44.000 Euro betragen. Dazu kommen etwa 20.000 Euro für junge wachsende Familien.
Auch damit wird sich der Traum vom Eigentum für viele Familien also nicht realisieren lassen. „Die Berechnungen zeigen, dass das derzeitige Modell an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeht“, sagt Eder.
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