Der Kärntner Fertighausanbieter Griffner richtet sich neu aus. Mit zusätzlichen Geschäftsfeldern und Ex-Skispringer Gregor Schlierenzauer als Markenbotschafter soll das Wachstum beschleunigt werden. Der 1950 gegründete Fertighausanbieter plant innerhalb von fünf Jahren seine Größe zu verdoppeln.
Dafür wird bei Griffner das Geschäftsmodell erweitert und die Marke neu positioniert. „Wir wollen in fünf Jahren doppelt so groß sein wie jetzt“, sagt Thomas Scheriau, Gesellschafter und CEO. Er hält 60 Prozent der Anteile, Georg Niedersüß die übrigen 40 Prozent.
Künftig setzt Griffner auf drei Geschäftsfelder: „Griffner Living“ für den Hausbau, „Griffner Building“ für gewerbliche Objekte wie Arztpraxen, Apotheken und Chalets sowie „Griffner Creating“ für die Produktentwicklung. Die Ideen reichen über das klassische Bauen hinaus. „Es kann sein, dass wir auch Wartehäuschen für Öffis entwickeln“, erklärt Scheriau. Griffner beschäftigt saisonabhängig 100 bis 120 Mitarbeiter und produziert zwei Häuser pro Woche. Die jährliche Kapazität liegt laut Scheriau bei 250 Häusern. Neben Österreich will das Unternehmen Bayern und Baden-Württemberg erschließen. Auch in der Schweiz und in Oberitalien soll Griffner stärker präsent sein. Trotz der Flaute im Wohnungsbau sieht Scheriau Potenzial.
Griffner will 250 Häuser im Jahr errichten
„Im Vorjahr sind in Deutschland und Österreich 55.000 Baugenehmigungen vergeben worden. Und wir wollen davon nur 250.“ Bei der Zielgruppe spielt die Leistbarkeit eine zentrale Rolle. „Das klassische Einfamilienhaus um 400.000 Euro ist ausgestorben. Der Anspruch ist gestiegen. Wir waren schon bisher der Partner für höherwertige Angebote. Wir wollen Qualität, Architektur und Design in einen Einklang bringen“, sagt Scheriau. Wir wollen nicht mehr in den Teich der Fertighäuser hineingeschmissen werden, sondern die Lösung in dem großen Baukonstrukt sein“, erklärt der CEO.
Weltrekordler mehr als Markenbotschafter
Als Markenbotschafter wurde Ex-Skispringer Gregor Schlierenzauer vorgestellt. Mit 53 Weltcup-Siegen ist der erfolgreichste Skispringer der Weltcup-Geschichte. „Schlierenzauer ist Gründer von ImpulseLiving in Tirol, das sich mit Lebensräumen und Immobilien beschäftigt. Außerdem verfügt er über eine staatlich geprüfte Ausbildung zum Immobilientreuhänder. Mit seinem Unternehmen soll er Griffner-Kunden zusätzliche Beratung anbieten. Er kann seine Profession aus dem Sport bei uns einbringen“, sagt Scheriau. „Er kämpfte sich nach Verletzungen zurück und schlug nach seiner Karriere einen neuen Weg als Unternehmer ein. Diese Haltung verbindet ihn mit Griffner“, meint Scheriau.
„Er kommt sozusagen vom Fach“, lächelt Georg Niedersüß, der auch schon mit dem Kärntner Skispringer Thomas Morgenstern zusammengearbeitet hat. Für Niedersüß ist die Richtung klar: „Es ist Zeit für das nächste Level. Schlierenzauer hat das richtige Gefühlt. Wir wollen uns mit ihm weiterentwickeln.“
Was Menschen brauchen, um sich wohl zu fühlen
Auch Schlierzenrauer freut sich auf die Zusammenarbeit. „Im Spitzensport habe ich gelernt, dass man nur weiterkommt, wenn man hinterfragt, wie die Dinge gemacht werden. Genau diese Haltung erlebe ich bei Griffner. Mit ImpulseLiving bringen wir die Frage ein, was Menschen brauchen, um sich zu Hause wohlzufühlen. So entsteht eine Partnerschaft, die für mich weit über einen Markenauftritt hinausgeht“, sagt Schlierenzauer.
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