Aufregung um den Schienenverkehr zwischen Kärnten und Osttirol! Die ÖBB wollen das weitere Vorgehen aufgrund einiger Faktoren prüfen. Einschränkungen stehen im Raum. Klare Worte gibt es hingegen seitens der Politik.
Fällt der Schienengüterverkehr zwischen Osttirol und Kärnten weg? Diese und weitere Fragen sorgten zuletzt für Unruhe in der heimischen Wirtschaft. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hätten überlegt, Einschränkungen vorzunehmen und Züge zu streichen. Ein schwerer Verlust für Unternehmen, die teils direkt an das ÖBB-Netz angebunden und auf die Schiene angewiesen sind.
Die „Krone“ erkundigte sich bei den ÖBB und kann vorerst Entwarnung geben. Pressesprecher Herbert Hofer erklärt, dass Einschränkungen nie kolportiert wurden: „Derzeit gibt es keine geplante Einstellung.“ Was es hingegen gibt, ist die Prüfung, wie der Schienengüterverkehr künftig wirtschaftlich und operativ nachhaltig abgewickelt werden kann.
Kosten, Anpassungen und weitere Lösungen gesucht
Für die ÖBB Rail Cargo Group habe die Region Lienz eine hohe Bedeutung. Es sei jedoch mit Herausforderungen wie der Personalverfügbarkeit verbunden und besonders ressourcenintensiv. Auch die Kosten seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen.
Es gibt doch einige und es muss im Detail auf deren Bedürfnisse eingegangen werden. Erst dann gibt es eine Bewertung.
ÖBB-Sprecher Herbert Hofer
„Daher prüfen die ÖBB Möglichkeiten, die Produktion des Einzelwagenverkehrs effizienter zu gestalten, etwa durch eine Bündelung von Verkehren oder durch eine angepasste Bedienung, um Kosten und – wo es möglich ist – den Personalbedarf zu senken.“ Gespräche mit betroffenen Firmen laufen, wie Hofer bestätigt: „Es gibt doch einige und es muss im Detail auf deren Bedürfnisse eingegangen werden. Erst dann gibt es eine Bewertung.“ Konkretes Datum gibt es keines.
Es ist gelungen, das Angebot für die verladenen Unternehmen in Osttirol vorerst aufrechtzuerhalten.

LR René Zumtobel
Bild: Christof Birbaumer
Landesrat kämpft um das Angebot
LR René Zumtobel will eine Reduktion des Schienengüterverkehrs nicht hinnehmen. Nach Gesprächen gäbe es Erfolge, wie er mitteilt: „Es ist gelungen, das Angebot für die verladenen Unternehmen in Osttirol vorerst aufrechtzuerhalten.“ Für die langfristige Absicherung brauche es aber ein gemeinsames Konzept, das die preislichen und personellen Herausforderungen der ÖBB abbilde und den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft entspreche.
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