51 Tage war ein Brief in St. Pölten unterwegs bis er endgültig ankam – zwischendurch wurde er ohne Grund retourniert. Die Post führt nun Nachschulungen durch.
Nur einen kleinen Fußweg von der Postfiliale am St. Pöltener Bahnhof entfernt wartete Peter H. in den vergangenen Wochen in seiner Wohnung des Öfteren auf Briefe – vergebens. „Das ist ja jede Weinbergschnecke schneller“, fasst er seinen Ärger in Worte. 51 Tage bis zur endgültigen Zustellung sei ein Brief an ihn in der Landeshauptstadt unterwegs gewesen.
Bei genauerer Betrachtung sorgt die Zustellung aber für Stirnrunzeln. Der Brief vom Magistrat in St. Pölten wurde am 28. Jänner ausgestellt. Am 16. Februar wäre die Rechnung zu begleichen gewesen. Ein Monat später, Mitte März, kam der Brief wieder retour. Erneut schrieb Herr H. eine Antwort, „die dann erst weitere 14 Tage später ankam“, erzählt er. „Mir ist bewusst, dass Briefe erst sortiert und dann zugestellt werden, aber 51 Tage im Umlauf?“
„Empfänger nicht angetroffen“
Noch mehr ärgere ihn die Paketzustellung: „Um 13 Uhr habe ich an einem anderen Tag den Zusteller gefragt, ob ein Paket für mich dabei ist“. Dieser hinterließ dann um 13.04 Uhr einen Zettel: „Empfänger nicht angetroffen“. Peter H. betont, wie zuverlässig die Zustellerin in der Siedlung normalerweise sei – die Probleme aber laut ihm oft von Zustell-Aushilfen verursacht werden
„Die Zustellerin in diesem Gebiet ist sehr zuverlässig“, sagt die Post auf Nachfrage. Fällt diese einmal aus, wird sie unterstützt durch Aushilfskräfte, „welche die individuellen Gegebenheiten der Empfänger natürlich nicht gleich kennen“. Die „Krone“ erreichte bereits zwei Mal eine Beschwerde über lange Wartezeiten auf Briefe. In manchen Fällen gibt auch ein Absender den Brief später auf, als am Brief-Datum angemerkt. Dennoch: das „Chaos“ bei Peter H. sei kürzlich zum Anlass genommen worden, Nachschulungen bei den Zustellern in St. Pölten durchzuführen.
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