Auf Austria Lustenau wartet heute (19.30) bei Rapid Wien ein volles Haus. Und die Hütteldorfer wollen jedenfalls ihre beeindruckende Heimserie verlängern. Trainer Markus Mader und seine Mannschaft sind in der klaren Außenseiterrolle – hoffen aber dennoch auf eine Sensation.
Gestern waren für die Begegnung im Allianz-Stadion bereits 19.000 Tickets verkauft, so dass Lustenau in einem wahren Hexenkessel bestehen muss. Beim Tabellenführer herrscht nach acht Siegen in neun Spielen eine unglaubliche Euphorie. Rapid gelang damit der beste Saisonstart seit 1987. Gegen den Aufsteiger ist ein weiterer Sieg Pflicht, zumal die einmalige Heimserie von sechs Siegen in Folge unbedingt verlängert werden soll. Eigentlich wird nur über die Höhe des Erfolges diskutiert.
Nicht kleiner machen
Und Lustenau? „Wir dürfen uns nicht kleiner machen, als wir sind“, sind sich Trainer Markus Mader und Verteidiger Fabian Gmeiner einig. Das bedeutet, dass die Austria viel mutiger auftreten will als zuletzt gegen den LASK. „Da hatten wir zu viel Respekt vor den großen Namen und haben uns nach vorne zu wenig zugetraut“, will Mader aus der 0:4-Pleite seine Lehren ziehen. Allerdings räumt der Lustenau-Trainer ein: „Rapid ist derzeit das Nonplusultra. Sie spielen einen geilen Fußball und sind im totalen Flow.“
Kompaktheit zeigen
Um überhaupt eine Chance zu haben, gilt es, Kompaktheit gegen den Ball zu zeigen und vor allem das Spiel mit dem Ball zu forcieren. „Wir brauchen spielerische Lösungen, ansonsten werden wir keine Chance haben“, bekräftigt Mader. Als Vorbild dient der mutige Auftritt bei Sturm Graz, wo man mit dem 1:1 einen Punkt holte. Mit Chukwu, Delaye, Kacuri und möglicherweise Weixelbraun fehlen aber heute Schlüsselspieler. Auch Anilson ist möglicherweise nicht dabei, seine Frau steht unmittelbar vor der Geburt des ersten Kindes.
Von Fünfer auf Vierer?
Eine Umstellung von der Fünfer- auf eine Viererkette lässt der Coach offen. Die Antwort von Rapid-Trainer Jess Thorup: „Egal, wie sie spielen, wir sind auf jeden Fall gewappnet.“ Aufbauen kann Lustenau auch auf die jüngste Bilanz. Zuletzt holte die Austria im Allianz-Stadion zweimal ein 1:1.
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