In Vorarlberg:

Alle 41 Stunden stirbt ein Wildtier auf der Straße

Vorarlberg
23.10.2026 14:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Auf den Straßen Vorarlbergs wurden im vergangenen Jahr insgesamt 215 Wildtiere getötet, die meisten davon im Bezirk Bregenz. Besonders an trüben Herbsttagen ist hier Vorsicht geboten und ein an die Witterung angepasstes Tempo notwendig. 

Immer wieder kommt es auf den Straßen zu schweren Wildunfällen, in Vorarlberg wurden im Jahr 2025 insgesamt vier Personen durch Unfälle mit Wildtieren verletzt. Für die Tiere selbst fällt die Statistik weit drastischer aus, 215 Vierbeiner kamen im vergangenen Jahr auf der Straße ums Leben. 

38 Prozent aller Wildunfälle in Österreich ereignen sich aufgrund von nichtangepasster Geschwindigkeit, in 54 Prozent sind Unachtsamkeit und Ablenkung die Ursache. Gerade im Herbst, wenn die Sicht nicht optimal ist und die Witterung schlecht, sollten Autofahrer besondere Vorsicht walten lassen. 

Die meisten Wildtiere kamen im Bezirk Bregenz (85) ums Leben, gefolgt von Bludenz (56) und Feldkirch (50). Am häufigsten trifft es österreichweit  Rehe, gefolgt von Hasen und Fasanen. In Feldkirch kamen im Vorjahr zwei Personen bei Wildunfällen zu Schaden, in Bludenz und Bregenz jeweils eine Person. 

Auf das richtige Verhalten kommt es an
Doch was tun, wenn plötzlich ein Wildtier die Straße betritt? „Sobald ein Tier vor einem auftaucht, sollte man sofort abbremsen, abblenden und gegebenenfalls mehrmals hupen, um das Wild aufzuschrecken und zur Flucht zu veranlassen. Keinesfalls jedoch sollte man Ausweichmanöver einleiten, weil dies in Kollisionen mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen resultieren kann“ erklärt Johanna Trauner-Karner, Geschäftsführerin des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Weiters sind Wildtiere wie Reh- und Rotwild oft im Rudel unterwegs, weshalb man gleich mit mehreren Vierbeinern rechnen muss, die zudem bei Wechsel des Untergrunds – etwa dem Betreten der Straße – und auch beim Blenden mit Scheinwerfern zunächst instinktiv stehen bleiben. Sollte es trotzdem einmal zu einem Unfall kommen, dann muss dieser auf jeden Fall der Polizei gemeldet werden.  

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