Gegen den LASK geht Austria Lustenau heute als Außenseiter in die Partie, das ist klar. Aber auch die Linzer warten schon seit Ende August auf einen vollen Erfolg, haben zudem einen dicht gepackten Terminplan. Bei den Ländle-Kickern erhofft man sich darum vielleicht doch eine Überraschung.
Einen Tag nach dem 3:6 gegen Liverpool wurde der LASK bei der Sporthilfe-Gala zu Österreichs Mannschaft des Jahres gekürt, ließ dabei unter anderem das Olympia-Goldduo Ariane Rädler und Katharina Huber hinter sich. Und am Freitag hob der regierende Meister und Cupsieger mit einem Privatjet Richtung Ländle ab, wo heute Aufsteiger Lustenau auf die Linzer wartet. Die Elf von Didi Kühbauer hat also stressige Tage vor und hinter sich – mit einem Monsterprogramm, das in 28 Tagen insgesamt neun Spiele vorsieht. Eine Tortur, die ihre Spuren hinterlässt. Nach fünf Siegen in den ersten fünf Liga-Runden riss der Faden bei den Athletikern. Der letzte volle Erfolg – sieht man vom 6:1 im ÖFB-Cup gegen Deutschlandsberg ab – datiert mit einem 3:0 gegen Altach vom 29. August. In den letzten drei Spielen gab es lediglich einen Punkt.
Ein Kader voller Stars
Für Lustenau-Trainer Markus Mader ändert dies jedoch nichts an der Ausgangslage. „Der LASK ist der haushohe Favorit mit extremer individueller Qualität im Kader. Das beweisen auch die drei Tore gegen Liverpool, die du erst mal gegen eine solche Mannschaft schießen musst. Auch die Müdigkeit wird kein Thema sein“, sieht er sein Team als klaren Außenseiter.
Ein Blick in die Kader zeigt den Unterschied. Sasa Kalajdzic und Christoph Lang trafen zuletzt für Österreich in der Nations-League, Torhüter Lukas Jungwirth, Sascha Horvath (derzeit verletzt), Alessandro Schöpf und Robert Ljubicic sind weitere aktuelle ÖFB-Teamspieler. Verteidiger Andrés Andrade spielte für Panama bei der WM alle drei Partien durch und auch der angeschlagene Stürmer Moses Usor feierte in der Länderspielpause sein Teamdebüt mit Nigeria.
Mit Delaye und Voisine verlängert
Auf die Austria, die gestern die Vertragsverlängerungen von Sacha Delaye und Robin Voisine bekanntgab, wartet eine Herkules-Aufgabe, zumal der LASK in der Liga bereits unter Druck steht. Doch auch die Lustenauer haben auwärts leichtfertig Punkte verschenkt. So wie zuletzt in Hartberg, trotz drei Auswärtstoren. „Der LASK darf sich gegen uns in keiner Sekunde wohl fühlen. Wir müssen die Zweikämpfe suchen und auch gewinnen“, gibt Mader die Devise vor.
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