Todesfall in Lyon

Shamonda-Virus erstmals bei Mensch nachgewiesen

Ausland
22.10.2026 12:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das bisher nur bei Tieren auftretende Shamonda-Virus ist nun erstmals auch bei einem Menschen nachgewiesen worden. Die französische Regierung gab am Donnerstag bekannt, dass eine Person in Lyon nach der Infektion mit dem Erreger gestorben sei.

Der Patient – sowohl das Geschlecht als auch andere Angaben zur Person sind bisher nicht mitgeteilt worden – habe unter starker Immunschwäche gelitten. Für die Bevölkerung bestehe nach derzeitigem Erkenntnisstand „kein Gesundheitsrisiko“. Der Patient habe wegen einer schweren Erkrankung in Lyon im Krankenhaus gelegen und sei Anfang Oktober verstorben.

Das Shamonda-Virus wird durch Stechmücken übertragen, es kam bisher den Angaben zufolge nur bei Nutztieren vor – seit Kurzem auch in Europa. „Obwohl das Shamonda-Virus bereits seit Jahrzehnten in Afrika und Asien zirkuliert, war bisher kein Fall beim Menschen dokumentiert“, erklärten das Gesundheits- und das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag.

Virus auch in österreichischen Rinderbeständen
Die genaue Übertragung des Virus ist noch Gegenstand von Untersuchungen. Man geht aber davon aus, dass eine infizierte Stechmücke die Überträgerin gewesen ist. Das Shamonda-Virus ist übrigens heuer auch erstmals in heimischen Rinderbeständen nachgewiesen worden – und auch in Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande und der Schweiz. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit erwartet eine weitere Ausbreitung in Europa.

Befallene Tiere weisen folgende oder einige dieser Symptome auf: Fieber, wässriger Durchfall, Abgeschlagenheit und verringerte Futteraufnahme, deutlicher Rückgang der Milchproduktion, teilweise Atemwegsbeschwerden und Lahmheit.

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