Namensgleichheit

US-Wahl: Ein Sullivan kommt selten allein

Ausland
22.10.2026 06:00

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zur Wahl und auf dem Stimmzettel steht mehrmals derselbe Name. Kein Tippfehler, sondern die Realität bei den US-Senatswahlen 2026 im verschneiten Alaska. Hier sorgt ein schier unglaubliches Namenschaos für rauchende Köpfe und scharfe politische Geschütze.

Wenige Wochen vor den „Midterms“, den Kongresswahlen im November, sorgt der Wahlkampf in Alaska für Schmunzeln. Gleich mehrere Kandidaten namens Dan Sullivan treten gegeneinander an und verwandeln den Stimmzettel in ein politisches Minenfeld.

Im Zentrum steht der amtierende republikanische Senator Dan S. Sullivan, der um seine Wiederwahl kämpft. Seine Kampagne geriet jedoch ins Wanken, als sich mit Dan J. Sullivan ein politischer Neuling und pensionierter Lehrer ebenfalls als republikanischer Kandidat aufstellen ließ. Die Wahlbehörde wollte den Herausforderer zunächst ausschließen, doch der Supreme Court von Alaska setzte seine Zulassung gerichtlich durch.

Pensionierter Lehrer und Polit-Neuling: Dan J. Sullivan
Pensionierter Lehrer und Polit-Neuling: Dan J. Sullivan(Bild: AP/Becky Bohrer)

Noch nicht verwirrt genug? Der Bürgermeister von Anchorage, der größten Stadt Alaskas, stellt sich demonstrativ hinter den Amtsinhaber. Sein Name: Dan Sullivan.

US-Präsident Donald Trump warf dem gleichnamigen Herausforderer vor, ein gezielt installierter „Scheinkandidat“ zu sein. Ziel einer solchen Taktik sei es, unaufmerksame Wähler zu verwirren und Stimmen des konservativen Lagers zu spalten, was letztlich der demokratischen Gegenkandidatin Mary Peltola zugutekommen könnte. Die Demokraten weisen jegliche Verstrickung in die Kandidatur von Dan J. Sullivan entschieden zurück.

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