Der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments geht in diesem Jahr an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Die Entscheidung erfolgte, nachdem die US-Regierung weitreichende Sanktionen gegen das Gericht angekündigt hatte.
„Der Internationale Strafgerichtshof ist unverzichtbar für das weltweite Vorgehen gegen Straflosigkeit bei schweren Verbrechen gegen die Menschenrechte“, erklärte Reinhold Lopatka, ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament. „Gerade in Zeiten, in denen US-Präsident Trump den Druck massiv erhöht und harte Sanktionen in den Raum stellt, kann der Gerichtshof jede Unterstützung gut brauchen.“
Mandela und Nawalny waren Preisträger
Der mit 50.000 Euro dotierte Preis würdigt Verteidiger der Menschenrechte und der Gedankenfreiheit. Zu den früheren Preisträgern zählen Nelson Mandela, Alexej Nawalny, belarussische Journalisten sowie das ukrainische Volk.
Friedensnobelpreis für Ex-Richterin
Erst vor Kurzem erhielt die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay, frühere Richterin am IStGH, für ihren Einsatz „zur Förderung von Frieden und Völkerrecht“ den Friedensnobelpreis.
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