Was für ein (Poolnudel-) Chaos! Beim 20. Österreichischen Bewegungs- und Sportkongress wurde bewiesen, dass Fortbildung alles andere als trocken sein muss. In Saalfelden tauschten über 400 Bewegungsbegeisterte in 80 verschiedenen Workshops ihr Sport-Wissen aus.
Zum 19. Mal verwandelte sich Saalfelden für ein ganzes Wochenende in eine wahre Sportoase. (Einmal musste der Kongress coronabedingt online stattfinden). Sämtliche Schulen und Kindergärten stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, um den 81 verschiedenen Workshops eine angemessene Bühne zu bieten. „Es war wieder unglaublich! Zum ersten Mal seit Corona durften wir wieder über 400 Teilnehmende verzeichnen. Die Stimmung war überragend und alles verlief reibungslos“, resümiert Organisator Werner Quasnicka.
Veranstaltet wurde das Großereignis von den drei Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION unter dem Dach von Fit Sport Austria mit dem Ziel frische Ideen für die tägliche Bewegungsarbeit zu sammeln. Die Themenpalette reichte von spielerischen Bewegungsangeboten über Koordination und Konzentration. Natürlich durften auch Tanz, HIIT und Partnerakrobatik nicht fehlen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.
In jedem Kurs waren die Inhalte auf unterschiedliche Altersgruppen und Einsatzbereiche zugeschnitten – vom Kindergarten über Schule bis zum Sportverein und zu Angeboten für ältere Menschen. „Es macht so unendlich viel Spaß! Morgen habe ich sicher einen Bauchmuskelkater vom Lachen“, erklärt Gitti, die schon zum 18. Mal als treue Teilnehmerin dabei ist und ergänzt: „außerdem lernt man auch immer wieder sehr viel Neues dazu!“
Poolnudeln als Lachgarantie
Wie auf den Bildern zu erkennen, ging es nicht nur ums Zuhören. Im Mittelpunkt standen vor allem das Ausprobieren, Mitmachen und das unmittelbare Erleben. Ein absoluter Publikumsliebling war der Kurs mit den Poolnudeln. Die bunten Schaumstoffnudeln sorgten für lockere Stimmung und zeigten, wie viel Bewegungspotenzial in scheinbar einfachen Materialien steckt. Gerade für die Arbeit mit Kindern lassen sich daraus zahlreiche Ideen mitnehmen.
Hoch hinaus bei der Paarakrobatik
Wesentlich mehr Mut war bei der Paarakrobatik gefragt. Dort wagten sich die Teilnehmer an Figuren, bei denen Vertrauen, Körperspannung und Teamarbeit entscheidend waren. Kleine und größere Kunststücke wurden unter fachkundiger Anleitung ausprobiert und gut gesichert. „Die Paarakrobatik ist ein Spaß für die ganze Familie“, erklärt Referent Gleb Morozov.
Ein Tennisball, viele Möglichkeiten
In einem weiteren Kurs standen Geschicklichkeit, Koordination und Körpergefühl auf dem Prüfstand. Während die Hände den Tennisball kontrollierten, kamen zusätzliche Stabilitätsübungen ins Spiel. Plötzlich musste gleichzeitig gefangen, balanciert und konzentriert Bewegungsabläufe ausgeführt werden – das fordert Jung und Alt!
Taffes Programm auch abseits des aktiven Sportes
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Ankommens und Wiedersehens. Mit einem Gastvortrag von Dr. Daniel Gärtner über Krafttraining und Longevity wurden die Teilnehmer auf ein Wochenende voller neuer Impulse, fachlichem Austausch und praktischer Erfahrung eingestimmt.
Am Samstag ging es auch nach den Arbeitskreisen noch mit vollem Einsatz weiter.
Beim Gesundheitskabarett von Ingo Vogl wurde das Thema Gesundheit von einer ganz anderen Seite beleuchtet. Anschließend hieß es endlich: Bühne frei für den Party-Ausklang.
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