Gebiet war gesperrt
Lawine erfasste Ausflügler in Chile – drei Tote
Bei einer Schneelawine in den Anden von Chile sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt. Die Betroffenen haben laut den Behörden am Samstag an einem unerlaubten Ausflug teilgenommen. Sie hätten sich trotz Warnungen in einem gesperrten Bereich aufgehalten, hieß es.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe eines beliebten Skigebiets in den Anden. Auf der Südhalbkugel ist es derzeit Frühling, die Skisaison daher vorbei. Der Ausflug am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) sei genau zu einer Zeit unternommen worden, in der die Schneeschmelze wegen der höheren Temperaturen am stärksten sei, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Los Andes, Manuel Rivera. Mit neun bis zehn Metern liege die Schneemenge in Portillo gerade auf einem historischen Höchststand.
Trotz der Warnungen hätten sich die Besucherinnen und Besucher in einem gesperrten Bereich aufgehalten. Sieben Menschen wurden von einer Schneelawine erfasst und in eine Lagune gezogen. Drei von ihnen kamen ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Laut Berichten kommen alle aus Chile.
Hier sehen Sie eine Aufnahme aus Portillo:
Der Vorfall sei auf „menschliche Nachlässigkeit“ zurückzuführen, sagte Rivera. Die Laguna del Inca liegt auf rund 2800 Metern Höhe.

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