Das Jahresdefizit der Krankenhäuser Vorarlbergs für das Jahr 2025 liegt bei 68,2 Millionen Euro. Steigende Kosten trafen auf rund 60 Millionen Euro an Investitionen – das zeigen die Zahlen der Jahresbilanz.
Vorarlbergs Landeskrankenhäuser, zusammengefasst in der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), haben ihren Versorgungsauftrag trotz höherer Leistungsentgelte 2025 nur mit einem Defizit erfüllen können, weil Kosten für Personal und andere Aufwände stark stiegen. Die KHBG wies in ihrem aktuellen Geschäftsbericht einen Jahresfehlbetrag von 68,2 Millionen Euro aus (2024: 66,8 Millionen). Der Bilanzverlust stieg damit trotz Rücklagenauflösung von 54,7 auf rund 171,7 Millionen Euro.
Die Erlöse aus dem Betrieb der landeseigenen Spitalgesellschaft, in der die fünf Krankenhäuser in Bregenz, Feldkirch, Hohenems, Bludenz und Rankweil zusammenarbeiten, stiegen demnach 2025 auf 653,5 Millionen Euro, ein Zuwachs von 7,6 Prozent gegenüber 2024. Allerdings wuchsen die Kosten insgesamt stark: Mit Abstand größter Kostenblock war der Personalaufwand, der um 6,9 Prozent auf 421,3 Millionen Euro zulegte. Damit floss von rund 739 Millionen Euro Gesamtausgaben (plus 7,2 Prozent) mehr als jeder zweite Euro ins Personal. Kostensteigerungen gab es nahezu überall, die Ausgaben für Medikamente wuchsen um fast 13 Prozent auf 57,2 Millionen Euro an. Nur die Finanzaufwände sanken, konkret um 28 Prozent auf 5,3 Millionen Euro, was mit niedrigeren Darlehenszinsen begründet wurde.
Die Investitionen stiegen auf rund 59,5 Millionen Euro, ein Plus von 7,6 Prozent. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen habe man weiter in Personal, Infrastruktur, Digitalisierung und moderne Versorgungskonzepte investiert, bilanzierten Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) und die KHBG-Geschäftsführung Gerald Fleisch und Peter Fraunberger in einer Aussendung am Montag das Jahr. Gerade in Zeiten großer Umbrüche böten die Landeskrankenhäuser Sicherheit für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Mitarbeitende, hieß es.
80.000 Patienten
Insgesamt wurden 2025 knapp 80.000 Patientinnen und Patienten stationär versorgt, dazu kamen über 460.700 ambulante Behandlungen. Mit fast 46.700 Operationen gab es um drei Prozent mehr Eingriffe als 2024. Die Landeskrankenhäuser beschäftigten 2025 knapp 5000 Mitarbeitende: 900 Ärzte und Ärztinnen sowie über 2300 Pflegefachkräfte. Rund 1000 Personen befänden sich in Pflegeausbildungen, ebenso über 370 Mediziner und Medizinerinnen. Derzeit wird die Spitalslandschaft in Vorarlberg umgebaut, indem etwa Stationen verschiedener Häuser zusammengelegt werden.
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