Über einen Monat sind die beiden Vorarlberger Jojo und Sammy nun bereits mit ihren Rädern auf der „Spätzletour“ unterwegs. Ihre Mission: Spenden für ein Hilfsprojekt im Senegal sammeln. Ihr Ziel: Indien. Ein Update von der „Straße“.
Sie sind erst knapp über einen Monat „on the road“ (sofern man von „Road“ sprechen kann – doch dazu später mehr) und haben schon mehr erlebt, als wohl manch einer in einem ganzen Jahr: Mit ihren vollbepackten Bikes bezwangen die beiden Freunde und Abenteurer aus dem Vorarlberger Oberland Bergpässe, flickten platte Reifen, ergötzten sich an spektakulären Berg- und Küstenkulissen, flickten platte Reifen, kochten Kässpätzle, trafen zahllose freundliche Menschen, flickten platte... – naja, Sie wissen schon.
Über 1860 Kilometer haben Jojo und Sammy bereits zurückgelegt. Dabei durchquerten sie (Stand 15. Oktober) Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien und Nordmazedonien. Mehr als 27.000 Euro an Spenden konnten sie bereits im Rahmen ihrer „Spätzletour“ für ein Bildungsprojekt im Senegal sammeln.
Mehr Infos auf Spätzletour.at.
Menschen hui, Straßen pfui
„Wir wurden beim Vorbeifahren auf eine Hochzeit eingeladen und von fremden Menschen, die uns erst wenige Minuten gekannt haben, freundlichst in ihr Haus aufgenommen“, schwärmt Jojo im Gespräch mit der „Krone“ über die ersten Wochen der karitativen Radtour von Vorarlberg nach Indien. Die entgegengebrachte Gastfreundschaft am Balkan hat die Zwei „absolut geflasht“: „Wir haben natürlich auf das Beste gehofft, aber unsere Erwartungen wurden schon jetzt übertroffen.“
Was die beiden allerdings nicht „geflasht“ hat, war so manche „Straße“ auf ihrer Route. Die bislang wohl härteste Passage hatten sie Ende September in Montenegro auf dem Weg nach Albanien zu bewältigen: Ihre Navigationsapp hatte sie auf eine vermeintlich befestigte Straße geführt, tatsächlich handelte es sich um eine Geröllstrecke mit bis zu 18 Prozent Steigung und Gefälle. An radeln war hier nicht zu denken, also mussten sie ihre schwerbepackten Räder über 4,5 Kilometer und insgesamt 450 Höhenmeter schieben. Ihr Kurzfazit: „Die Strecke war wirklich Schweinescheiße.“
Zwischenstopp in der Heimat
Aufgrund eines Todesfalls in der Familie mussten die beiden Bikepacker ihre Tour wenige Tage später unerwartet unterbrechen und vorübergehend ins Ländle zurückkehren. Nach einer Woche in der Heimat setzten sich die zwei Freunde in Memmingen aber wieder in den Flieger und kehrten nach Albanien zurück, wo sie sich wieder auf ihre Räder schwangen und auf den Weg Richtung Nordmazedonien machten. „Wir sind trotz der Zwangspause glücklich und höchstmotiviert, weiter zu radeln“, lassen sie uns wissen.
Wir haben natürlich auf das Beste gehofft, aber unsere Erwartungen wurden schon jetzt übertroffen.
Jojo und Sammy sind von der Gastfreundschaft der Menschen „geflasht“
„Winter is coming“: eine neue Herausforderung
Als sich die beiden Freunde am 6. September in Frastanz auf den Weg machten, herrschten Kaiserwetter und sommerliche Temperaturen. Doch die Tage werden kürzer, die Nächte länger und kälter: „Wir sind schon neugierig, was die nächsten Monate noch mit sich bringen. Der Sommer ist vorbei, jetzt kommt so langsam die Zeit, die wir als ‘charakterbildend’ bezeichnen wollen.“
Wir sind ebenfalls neugierig, Fortsetzung folgt.
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