Greenpeace hat die Grundwasserstände in den Bundesländern ausgewertet – die Daten sprechen eine deutliche Sprache. Auch in Vorarlberg sind die Pegel extrem niedrig. Daran hat auch der Regen der vergangenen Tage nichts geändert.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die gesamte Messgeschichte von 227 Grundwasser-Messstellen in ganz Österreich ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen den Ernst des heurigen Dürrejahrs: Während rund die Hälfte der Grundwasserpegel so niedrig liegen wie Mitte Oktober noch nie, verzeichnen 36 der 227 Messstellen sogar den niedrigsten Stand seit Messbeginn. Auch Vorarlberg ist betroffen, so zeigen die Wasserstände in Feldkirch Altenstadt und Feldkirch Nofels die tiefsten Werte in der gesamten bisherigen Messgeschichte.
Abgabe für Großverbraucher?
Zudem zeigen rund drei Viertel der Messstellen im Ländle derzeit so niedriges Grundwasser wie Mitte Oktober noch nie. Als Reaktion auf dieses dramatische Bild fordert Greenpeace von Bundesminister Totschnig eine nationale Wasserstrategie sowie eine Abgabe von 10 Cent pro Kubikmeter Grundwasser für Großverbraucher aus der Industrie. Die Einnahmen sollen dann zweckgebunden direkt in ein „dürrefittes Trinkwassersystem fließen“.
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