Nach dem bereits lange durchgesickerten Bestreben seitens der Holding Graz, ab kommendem Jahr das Sponsoring für Spitzensportvereine (Sturm, GAK, Graz99ers) in der Stadt komplett einzustellen, meldete sich die Holding jetzt selbst zur strittigen Causa zu Wort.
„Ja, es stimmt: Ab der Saison 2027/28 beenden wir das Sponsoring der Profimannschaften des SK Sturm Graz, des GAK und der 99ers“, ist in einem Schreiben der Holding auf den sozialen Kanälen des städtischen Unternehmens zu lesen. „Bis dahin erfüllen wir selbstverständlich alle bestehenden Verträge. Die Bereiche Frauen, Nachwuchs und Special Needs unterstützen wir bei allen drei Vereinen auch in Zukunft – im Ausmaß von 85% des aktuellen Volumens.“ Letzterer ist aber ein äußerst umstrittener Punkt. Eishockey-Boss Herbert Jerich, mit Meister 99ers als Profisportklub ein „Opfer“ der Holding-Kürzungen, meinte zuletzt zur „Krone“: „Wenn man die Kampfmannschaft wegbrechen lässt, gibt es auf Sicht auch kein Frauen- oder Special-Team mehr.“
Keine leichte Wahl
Den Schritt erklärt die Holding wie folgt: „Die Stadt Graz muss sparen und als ihr Tochterunternehmen leisten auch wir unseren Beitrag. Bis 2028 reduzieren wir unser Sponsoringbudget deshalb stufenweise. Auch der Rechnungshof hat in seinem aktuellen Bericht klar empfohlen, Sponsoringleistungen zu kürzen. Damit standen wir vor keiner leichten Wahl: Entweder wir ziehen uns aus mehr als 20 Breiten- und Jugendsportvereinen sowie zahlreichen Laufveranstaltungen zurück oder wir beenden das Sponsoring der drei Profiteams im Fußball und Eishockey. Wir haben uns für den Breitensport entschieden, für die Jugend, den Frauensport und Inklusion.“
Abschließend bekräftigt die Holding, die Vereinbarungen im Breitensport einhalten zu wollen. „Uns war wichtig, auch weiterhin unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Deshalb bleiben wir Namenssponsor von UVC Holding Graz (Anm.: Volleyball), HSG Holding Graz (Handball) und UBI Holding Graz (Basketball). Auch viele andere Sportvereine und Laufveranstaltungen werden wir weiter unterstützen.“
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