Meister LASK siegte bei Aufsteiger Austria Lustenau völlig verdient mit 4:0, damit waren die Ländle-Kicker wohl noch gut bedient. Die Umstellung auf eine Fünferkette brachte nichts ein, Coach Markus Mader hatte ganz einfach zu wenig PS auf dem Platz.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff brachte es Lustenaus Trainer Markus Mader auf den Punkt. „Ich fühle mich wie in einem VW-Golf sitzend, neben dem ein Ferrari herfährt. Der Fahrer winkt lässig zu mir hinüber und gibt dann Gas, wann immer er will.“ Damit unterstrich Mader, wie es der Austria gegen den LASK erging. Dabei wollten die Hausherren dem Meister mit einem 5-4-1-Defensivsystem Paroli bieten. Das gelang vom Resultat her zumindest 56 Minuten, ehe Sasa Kalajdzic mit einem Heber über Domenik Schierl die Torsperre durchbrach.
Die Führung des LASK hatte sich schon lange abgezeichnet, zu überlegen war der Champions-League-Teilnehmer, um überhaupt einen Zweifel über den Sieger aufkommen zu lassen. Der Rückstand weckte die Hausherren zwar kurzfristig etwas auf und durch einen Kopfball von Anilson, den LASK-Keeper Lukas Jungwirt über die Latte drehte, kam die Austria tatsächlich zu ihrer einzigen Chance. Ein schneller Konter, den Samuel Adeniran eiskalt abschloss, machte den Deckel jedoch schon frühzeitig drauf. Der eingewechselte ÖFB-Teamspieler Christoph Lang stellte mit einem Doppelpack den Endstand her. Das Ergebnis spiegelte auch die Leistung auf dem Platz wider. Das 0:4 aus Lustenauer Sicht entsprach dem Leistungsvermögen auf dem Platz. Der LASK hat sich also in Lustenau aus der Krise geschossen und nach fünf sieglosen Spielen wieder einen vollen Erfolg gefeiert.
Einfach nichts drin
Im Endeffekt war der Klassenunterschied einfach zu groß, als dass für Lustenau etwas drinnen gewesen wäre. Einzig Torhüter Domenik Schierl war es zu verdanken, dass die Niederlage nicht viel höher ausfiel. Der Keeper bewahrte sein Team vor der Pause gleich dreimal vor einem Rückstand, bei den vier Toren war er absolut chancenlos. Die Systemumstellung auf eine Fünferkette brachte nicht die erhoffte Wirkung, die Offensive der Lustenauer war überhaupt nicht vorhanden. Einen großen Vorwurf konnte Markus Mader seinem Team jedoch nicht machen. „Wir haben gefightet und alles versucht. Aber wir sind nicht einmal in die Umschaltsituationen gekommen, so stark war der LASK heute.“
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