Nach der Schließung des Zahnambulatoriums in Trieben wächst die Sorge um die zahnmedizinische Versorgung im größten Bezirk Österreichs. Nun warnt auch die Österreichische Zahnärztekammer vor einer Unterversorgung in der Region Liezen: Von 26 vorgesehenen Kassenstellen sind derzeit nur 16 besetzt.
„Der Bezirk Liezen ist derzeit zahnmedizinisch unterversorgt.“ Mit dieser klaren Aussage eröffnet die Österreichische Zahnärztekammer ihre Stellungnahme zur Versorgungssituation im Bezirk. Die ohnehin angespannte Lage hat sich durch die Schließung des BVAEB-Zahnambulatoriums in Trieben im Juni weiter verschärft.
Es ist höchste Zeit für einen Gesamtplan gegen den Versorgungsnotstand in Liezen. Es braucht kreative Lösungen zur Wiedereröffnung des Triebener Ambulatoriums.

SPÖ-Nationalratsabgeordneter Mario Lindner
Bild: RK Bezirksstelle Liezen
Bei vier Stellen besteht Hoffnung
Die Stellungnahme ging als Antwort auf eine Petition zur Absicherung des Ambulatoriums an das Parlament. Initiiert hatte diese der Liezener SPÖ-Nationalratsabgeordnete Mario Lindner. Die Zahlen der Kammer geben ihm Rückenwind: Von 26 im Stellenplan vorgesehenen Kassen-Zahnarztstellen sind derzeit nur 16 besetzt. Bei vier der zehn unbesetzten Stellen gibt es zwar grundsätzlich Bewerber, allerdings haben diese ihren Dienstantritt bislang aufgeschoben. Ob und wann sie ihre Arbeit aufnehmen, könne die Kammer nicht abschätzen.
Lindner sieht sich in seinen langjährigen Warnungen jedenfalls bestätigt: „Unser Bezirk entwickelt sich mehr und mehr zur Versorgungswüste. Es ist höchste Zeit für einen Gesamtplan gegen den Versorgungsnotstand in Liezen.“ Er fordert insbesondere das Land Steiermark auf, parteipolitische Überlegungen hintanzustellen und gemeinsam Lösungen für eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu erarbeiten.
Als ersten Schritt pocht er auf eine „kreative Lösung für die Wiedereröffnung und dauerhafte Absicherung des Zahnambulatoriums Trieben“ unter Einbindung aller Sozialversicherungsträger.
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