Ein halbes Jahr nach der Leistungsreduktion im Landeskrankenhaus Bad Aussee zieht das „Forum pro LKH“ eine kritische Zwischenbilanz. Eine anonyme Befragung unter Patienten, Spitalsmitarbeitern und Rotkreuz-Kräften zeigt eine große Unzufriedenheit mit dem Status quo.
Seit der Neuordnung der Patientenversorgung rund um das LKH Bad Aussee ist ein halbes Jahr vergangen. Anlass für das „Forum pro LKH“, das sich bis zuletzt gegen eine Umstrukturierung gewehrt hat, mittels anonymer Befragung den Status quo abzuklopfen.
Angebot „nicht bedarfsgerecht“
Das Ergebnis, das freilich als Stimmungsbild zu sehen ist, fällt eindeutig aus: Von den 128 teilnehmenden Patienten hielten 84 Prozent das derzeitige Angebot für nicht bedarfsgerecht. Unter den 31 befragten Mitarbeitern waren es sogar 94 Prozent, beim Roten Kreuz 71 Prozent. 52 Prozent der befragten Mitarbeiter haben bereits über einen Arbeitsplatzwechsel nachgedacht, 81 Prozent sehen – wenig überraschend – keine Zukunftsperspektive am Standort.
Mehrbelastung für Rettung
Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes schätzen, dass etwa zwölf Prozent der Fälle weitertransportiert werden müssen, weil die vorgesehenen Krankenhäuser Bad Ischl oder Rottenmann nicht angefahren werden können. Die durch die Reform entstandene zusätzliche Belastung für den Rettungsdienst bezifferten sie im Schnitt mit 43,5 Prozent.
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