3.546 neue Wohnungen verspricht die KPÖ auf Plakaten in der Stadt Salzburg. Viele davon gibt es erst auf dem Papier. Bis zur nächsten Gemeinderatswahl wird das kaum zu schaffen sein. Es kommt noch härter: Schon vor Dankl wurden in Salzburg mehr Wohnungen gebaut, als er jetzt verspricht.
Großes dunkelrotes Hakerl am Plakat: „3546 neue Wohnungen werden gebaut.“ Mit dieser Botschaft pflastert die Salzburger KPÖ derzeit die Stadt zu. Vize-Bürgermeister Kay-Michael Dankl will damit zur Halbzeit der Stadtregierung Erfolge vorweisen. Doch bei genauerem Hinsehen bekommt die vermeintliche Wohnbau-Offensive Risse. Denn längst nicht überall, wo Wohnraum versprochen wird, rollen auch schon die Bagger.
Ein Blick zurück zeigt: Noch bevor die Kommunisten in die Stadtregierung Einzug hielten, wurden zwischen 2015 und 2019 laut Stadtstatistik 3918 Wohnungen fertiggestellt – 372 mehr als die KPÖ jetzt überhaupt ankündigt. Die über 3500 Wohnungen der Kommunisten umfassen hingegen auch Projekte, deren Umsetzung noch Jahre dauern und weit über die aktuelle Legislaturperiode hinausgehen.
Wie das Wohnungsziel überhaupt erreicht werden soll, zeigt eine Projektliste, welche der „Krone“ vorliegt. Bei den „Glangärten“ in Maxglan sollen rund 500 Wohnungen des Versprechens entstehen. Auch in der Goethesiedlung in Itzling sind bis zu 300 zusätzliche Wohneinheiten vorgesehen. Macht alleine schon 800 Wohnungen, bei denen von einem Baubeginn noch keine Rede sein kann. Dabei ist das Thema Wohnen eigentlich das Steckenpferd der Kommunisten und insbesondere von Dankl gewesen.
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