222 hölzerne Bootsgaragen gingen in der Nacht auf Donnerstag im Burgenland vollständig in Flammen auf. Rund 300 Feuerwehrleute aus 14 Wehren kämpften sechseinhalb Stunden gegen das Großfeuer und verhinderten ein Übergreifen auf den Schilfgürtel, ein Restaurant und umliegende Häuser.
In der Nacht auf Donnerstag sind in der Ruster Bucht am Neusiedler See 222 Bootsgaragen aus Holz in Flammen geraten. Um 21.55 Uhr wurden zwei Personen vom naheliegenden Campingplatz auf das Feuer aufmerksam und alarmierten sofort die Feuerwehr.
14 Wehren aus Rust, Neusiedl am See, Mörbisch, Oggau, St. Margarthen, Oslip, Schützen am Gebirge, Purbach, Breitenbrunn, Eisenstadt, Siegendorf, Trausdorf, Zagersdorf und Klingenbach rückten unmittelbar danach mit 40 Löschfahrzeugen und 300 Einsatzkräften aus, um ein Übergreifen der Flammen auf den Schilfgürtel sowie das Seerestaurant und Häuser in der Romantikersiedlung zu verhindern.
Löscharbeiten dauern an
„Das ist geglückt. Die 222 Bootsgaragen sind aber alle abgebrannt und dem Erdboden gleichgemacht worden. Nach sechseinhalb Stunden konnte um 04.30 Uhr ,Brand aus‘ gegeben werden. Die Nachlöscharbeiten sind zur Stunde aber immer noch in Gange“, erklärte der Ruster Feuerwehrkommandant Christoph Freiler auf „Krone“-Anfrage am Donnerstagfrüh. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. „Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz leicht verletzt und musste ins Spital“, so Freiler.
Immenser Schaden
Wie hoch der Schaden ist, lässt sich jetzt noch nicht beziffern, weil sich in nahezu allen Garagen auch Boote befanden, die mit zerstört wurden. Die ersten Garagen wurden jedenfalls im Jahr 1970 gebaut. Später kamen etliche Lagerplätze hinzu. „Manche befanden sich immer noch im ursprünglichen Zustand, andere wurden laufend modernisiert und auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Von der Wertigkeit her ergibt sich dadurch eine immense Bandbreite von 10.000 bis 80.000 Euro pro Bootsgarage“, sagt Gerald Tiedl, Geschäftsführer von der Seezimmerei Tiedl.
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