Zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Ausflüge – das Auto bleibt weiterhin ein wichtiges Fortbewegungsmittel für Kärntnerinnen und Kärntner. Gerade für Pendler ist ein eigenes Fahrzeug oft unverzichtbar. Besonders spürbar ist das im Bezirk Völkermarkt – hier ist die Autodichte am höchsten.
Das öffentliche Verkehrsangebot hat sich durch die Koralmbahn und den nachfrageorientierten Shuttle-Busangeboten durchaus positiv weiterentwickelt. Dennoch bleibt das Auto ein wichtiges Hilfsmittel für viele Kärntnerinnen und Kärntner. Das geben aktuelle Zahlen aus einer Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wieder.
Kärntenweit gibt es durchschnittlich 667 Autos pro 1000 Einwohner. Dieser Wert wird lediglich von den Stadtbezirken Villach (613) und Klagenfurt (623) unterboten. In den ländlicheren Bezirken schaut es dagegen anders aus.
Völkermarkt als Spitzenreiter
Die höchste Autodichte findet man im Bezirk Völkermarkt, wo 722 Autos auf 1000 Einwohner kommen. Auf Platz zwei und drei folgen die Bezirke Wolfsberg (712) und Klagenfurt Land (698). Im österreichweiten Vergleich landet Völkermarkt auf Platz Neun.
In Kärnten sind 16 Prozent der Haushalte autofrei, mehr als die Hälfte haben einen Pkw und etwa ein Drittel zwei oder mehr.
Verkehrsclub Österreich
„Früher war ein niedriger Motorisierungsgrad ein Indiz für geringeren Wohlstand, heute ist er ein Zeichen für ein vielfältigeres Mobilitätsangebot, das der gesamten Bevölkerung, von Kindern bis zu älteren Menschen, selbstständige Mobilität ermöglicht“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Dabei würden auch Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Durch angemessenes Mobilitätsmanagement und vielfältige Unterstützung können Arbeitnehmer dazu animiert werden, den öffentlichen Verkehr zu nutzen und nicht mehr auf das Auto angewiesen zu sein. Schenk betont diesbezüglich: „Einsparungen beim Öffentlichen Verkehr oder beim Ausbau der Radinfrastruktur kommen der Bevölkerung letztlich teuer.“
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