Schlecht gewählt hat ein 22-Jähriger sein Versteck, in der Hoffnung, der Festnahme zu entgehen. Gesucht worden war der Verdächtige in Wien unter anderem wegen Raubes und offener Verwaltungsstrafen. Außerdem hätte er sich gar nicht erst in Österreich aufhalten dürfen.
Die Polizei war dem Beschuldigten bereits seit Längerem auf den Fersen. Mitte Mai hatte der verdächtige Syrer einen Bekannten in eine perfide Falle gelockt. Er gab sich zunächst als selbstloser Helfer, bot sich als Dolmetscher an und begleitete den Mann in ein Geschäft. Letzterer wollte dort einen neuen Handyvertrag abschließen und gleichzeitig ein neues Handy kaufen.
Guter Samariter als dreister Räuber
Doch nur Augenblicke, nachdem die beiden Männer das Geschäft verlassen hatten, raubte der Verdächtige seinem Opfer das rund 1000 Euro teure Handy und ergriff die Flucht. Daraufhin wurden Ermittlungen aufgenommen.
Diese förderten zutage, dass der mutmaßliche Täter noch weit mehr auf dem Kerbholz hat. Gegen ihn wird etwa wegen diverser Betrugs- und Erpressungsdelikte ermittelt, außerdem hat er mittlerweile unbezahlte Verwaltungsstrafen in der Höhe von beachtlichen 12.000 Euro angehäuft. Dabei dürfte sich der Mann obendrein gar nicht mehr im Land aufhalten – denn gegen ihn besteht bereits ein aufrechtes Aufenthaltsverbot.
Schlechtes Versteck
Nach Monaten der Ermittlungen klickten dann am Donnerstagnachmittag für den Gesuchten schlussendlich die Handschellen. Die Polizei tauchte bei der Wohnung der Familie des 22-Jährigen im Bezirk Favoriten auf. Sein Versuch, sich in einer Bettlade vor dem langen Arm des Gesetzes zu verstecken, sollte scheitern. Der junge Syrer wurde festgenommen und in die Justizanstalt eingeliefert – eine Beantragung der U-Haft wurde in Aussicht gestellt.
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