Wirbel um US-Vorhaben

Minister zu Live-Exekution: „Kein erhöhtes Risiko“

Außenpolitik
12.10.2026 14:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, die Hinrichtung eines verurteilten Attentäters live übertragen zu wollen. Das sorgte für enorme Kritik. Jetzt meint Heimatschutzminister Markwayne Mullin, dass er kein Risiko in der Liveübertragung sehe, außerdem müsse niemand zuschauen.

Die geplante Liveübertragung der Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan stellt laut Mullin kein zusätzliches Sicherheitsrisiko für die USA dar. „Ich sehe derzeit überhaupt kein erhöhtes Risiko“, sagte er am Sonntag im Sender CBS auf die Frage, ob die Gefahr bestehe, den Täter zu einem Märtyrer zu machen.

„Ich denke, die Menschen müssen verstehen (...) wenn ihr Amerika angreift, werden wir euch verfolgen und wir werden dafür sorgen, dass die Strafe der Tat angemessen ist“, fuhr Mullin fort. Auf die Liveübertragung angesprochen, sagte er: „Niemand muss es sich ansehen, wenn er es nicht möchte.“

US-Heimatminister Markwayne Mullin sieht in der Liveübertragung der Hinrichtung kein erhöhtes ...
US-Heimatminister Markwayne Mullin sieht in der Liveübertragung der Hinrichtung kein erhöhtes Risiko.(Bild: AFP/KEVIN DIETSCH)

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte angekündigt, die Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan durch ein militärisches Erschießungskommando live zu übertragen. In einer offiziellen Mitteilung der US-Armee heißt es, dass diese am 3. Dezember erfolgen solle. Hasan war im Jahr 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt hatte.

Hasan wäre der erste Mensch seit 1945, der durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet wird. Nachdem die Ankündigung der Liveübertragung international sowie bei US-Demokraten und US-Republikanern Empörung ausgelöst hatte, stellte US-Präsident Donald Trump, ein vehementer Verfechter der Todesstrafe, die Liveübertragung am Freitag in Frage.

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